12.5 (z1961z): Zaisser, Wilhelm

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Zaisser, Wilhelm

Wilhelm Zaisser (1893-1958)

Seit 1914 Volksschullehrer, 1919 Anschluss an die KPD, 1920 einer der militärischen Leiter der Roten Ruhrarmee, 1921 Gefängnisstrafe und Entlassung aus dem Schuldienst, seitdem kommunistische Parteiarbeit, 1927-1939 Mitarbeiter der Kommunistischen Internationale in Moskau, von dort nachrichtendienstlicher Einsatz in China und Deutschland, 1936-1938 als Kommandeur bei den Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg, 1939 Rückkehr in die Sowjetunion und 1940 sowjetischer Staatsbürger, Lehrer in Antifa-Kursen und -Schulen, 1947 Rückkehr nach Deutschland, Mitglied der SED und verschiedene polizeiliche Funktionen in der sowjetischen Besatzungszone, u. a. 1947-1948 Chef der Landespolizeibehörde Sachsen-Anhalt in Halle a.d.S., 1948-1950 Innenminister des Landes Sachsen, maßgeblich an der Remilitarisierung der DDR beteiligt, 1949-1954 Mitglied der Volkskammer, 1950-1953 Minister für Staatssicherheit der DDR und Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED, Juli 1953 wegen „parteifeindlicher fraktioneller Tätigkeit" mit Rudolf Hernstadt Ausschluss aus dem Politbüro und dem Zentralkomitee, 1954 Parteiausschluss, danach Übersetzer- und Verlagstätigkeit.

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