2.28.5 (k1958k): B. Weltbankkonferenz in Washington

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[B.] Weltbankkonferenz in Washington

Der Bundesminister für Wirtschaft teilt mit: Die deutsche Delegation sei auf der Weltbankkonferenz in Washington entsprechend den Beschlüssen des Kabinetts vorgegangen 10. Es sei eine Soforthilfe für Indien in Höhe von 350 Mio. Dollar vereinbart worden, von der die Bundesrepublik Deutschland einen Betrag von 40 Mio. Dollar übernommen habe. Dabei sollten bis zum 1.4.1959 nur fällige Beträge gezahlt werden. Abgesehen von der Soforthilfe hätten alle Länder, die sich an der Indienhilfe beteiligen wollten, ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, weitere 550 bis 600 Mio. Dollar aufzubringen. Deutschland wolle bis zu einem Gesamtbetrag von 100 Mio. Dollar gehen 11.

10

Siehe 33. Sitzung am 20. Aug. 1958 TOP 2. - Unterlagen zu Verlauf und Ergebnis der Konferenz vom 25. bis 27. Aug. 1958 in B 102/91197, B 136/2521 und AA B 61, Bde. 108, 114. - Im Rahmen der Soforthilfe bis März 1959 hatten die Weltbank 100 Millionen, Großbritannien 108 Millionen, die Vereinigten Staaten 75 Millionen, die Bundesrepublik 40 Millionen, Kanada 17 Millionen und Japan 10 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Für die bis März 1961 verbleibende Devisenlücke in Höhe von geschätzten 580 Millionen Dollar sollte eine Absichtserklärung gegeben werden.

11

Am 6. Jan. 1959 unterzeichneten der Bundesaußenminister und der indische Botschafter in Bonn Badr-ud-Din Tyabji ein Regierungsabkommen zur Durchführung der Finanzhilfe. Die deutsche Soforthilfe wurde als langfristiger Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Verfügung gestellt. Entwürfe und Abschriften des Abkommens sowie des Kreditvertrages in AA B 61, Bd. 108, vgl. hierzu Bulletin Nr. 3 vom 7. Jan. 1959, S. 30. - Fortgang 58. Sitzung am 11. März 1959 TOP 4 (B 136/36119).

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