2.7.6 (k1958k): 6. Besuch des Verlegers Axel Springer in Moskau

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 2). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

6. Besuch des Verlegers Axel Springer in Moskau

Der Vizekanzler teilt mit, daß er dem Bundeskanzler in der Zwischenzeit über sein Gespräch mit dem Verleger Axel Springer 11 über dessen Besuch in Moskau Bericht erstattet habe. Er unterrichtet das Kabinett eingehend über den Ablauf des Gesprächs 12. Daran schließt sich eine Aussprache, an der sich die Bundesminister des Auswärtigen, des Innern, für Verkehr, für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, für gesamtdeutsche Fragen, für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder sowie der Bundespressechef beteiligen.

11

Axel Cäsar Springer (1912-1986). 1937-1941 Chef vom Dienst und stellvertretender Chefredakteur der „Altonaer Nachrichten", nach 1945 Zeitungs-, Zeitschriften und Buchverleger u. a. der „Hör zu" (1946), des „Hamburger Abendblatts" (1948), der „Bild"-Zeitung (1952), der „Welt" und der „Welt am Sonntag" (1953), der „BZ" und „Berliner Morgenpost" (1960) und der „Funk Uhr" (1967).

12

Aufzeichnung über das Gespräch zwischen Erhard und Springer vom 15. Febr. 1958 in StBKAH III/43. - Am 29. Jan. 1958 hatte Chruschtschow den Hamburger Zeitungsverleger Axel Springer und den Chefredakteur der „Welt", Hans Zehrer, in Moskau zu einem mehrstündigen Gespräch empfangen. Sechs von den zuvor eingereichten insgesamt 15 Fragen hatte er schriftlich beantworten lassen. Zu den Umständen des Gesprächs und zum Text des schriftlichen Teils des Interviews vgl. „Die Welt" vom 7. Febr. 1958, S. 4 („Einheit nur über Bonn-Ostberlin"), veröffentlicht in DzD III 4/1, S. 449-460. - Chruschtschow hatte erklärt, dass durch eine Konföderation der beiden deutschen Staaten die Wiedervereinigungsfrage gelöst werden könne. Dazu müsse aber die Bundesregierung einer Entspannung in Europa und einer Normalisierung der Lage in Berlin zustimmen. Zu den laufenden Verhandlungen über einen Handels- und Konsularvertrag mit der Bundesrepublik hatte sich Chruschtschow positiv geäußert. - Fortgang 15. Sitzung am 26. Febr. 1958 TOP B, zu den Handelsvertragverhandlungen 15. Sitzung am 26. Febr. 1958 TOP A, zur Wiedervereinigungsfrage 16. Sitzung am 5. März 1958 TOP A.

Extras (Fußzeile):