3.1.2 (k1958k): Die Staatssekretäre

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Die Staatssekretäre

Bundeskanzleramt

Dr. Hans Globke (1898-1973)

1925-1929 Stellvertreter des Polizeipräsidenten von Aachen, 1929-1934 Preußisches Ministerium des Innern, dort Leiter des Verfassungs- und des Saarreferats, 1934-1945 Reichsministerium des Innern, dort Referent für Personenstandswesen, ab 1938 für Staatsangehörigkeitsfragen und Optionsverträge, 1946-1949 Stadtkämmerer in Aachen, 1949 Vizepräsident des Landesrechnungshofes in Nordrhein-Westfalen, 1949-1963 Bundeskanzleramt, dort 1949-1950 Leiter der Abteilung II (Koordinierung- und Kabinettsangelegenheiten), 1950-1953 Leiter der Abteilung I (Allgemeine Angelegenheiten, Gesetzgebung und Koordinierung), zugleich Vertreter des Staatssekretärs, 1953-1963 Staatssekretär.

Auswärtiges Amt

Prof. Dr. Walter Hallstein (1901-1982)

1929 Privatdozent, 1930-1941 Professor für Privat- und Gesellschaftsrecht, 1946 Lehrstuhl für Internationales Privatrecht, Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Gesellschaftsrecht an der Universität Frankfurt/Main, 1950 Leiter der deutschen Verhandlungsdelegation für den Schuman-Plan, 1950-1951 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1951-1958 (Januar) im AA, 1958-1967 Präsident der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel, 1968 Präsident des Rates der Europäischen Bewegung, 1969-1972 MdB (CDU).

Seit 30. Jan. 1958:

Dr. Albert Hilger van Scherpenberg (1899-1969)

1926-1944 im auswärtigen Dienst, Februar 1944 Verhaftung und Verurteilung durch den Volksgerichtshof, 1945-1949 Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, 1949-1953 BMWi, dort Leiter des Referats V A 6, später: V B 3 bzw. V B 4 (Außenwirtschaft: Sterlingblock), 1953-1961 AA, dort bis 1958 Leiter der Handelspolitischen Abteilung, 1958 (Januar)-1961 Staatssekretär, 1961-1964 Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Bundesministerium des Innern

Hans Ritter von Lex (1893-1970)

1921-1923 und 1927-1932 Bayerisches Kultusministerium, 1923-1927 Bezirksamtmann (Landrat) in Rosenheim, 1932-1933 MdR (Bayerische Volkspartei), 1933-1945 Reichsministerium des Innern, 1945 Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 1946 Bayerisches Staatsministerium des Innern, 1950-1960 Staatssekretär im BMI (Staatssekretär I), 1961-1967 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.

Dr. Georg Anders (1895-1972)

1933-1934 Preußisches Justizministerium, 1934-1945 Reichsjustizministerium, 1949 Personalamt der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1962 BMI, dort 1949-1952 Leiter des Referats II 5 (Bundesbeamtengesetz, Gesetz auf Grund Art. 131 GG, Versorgungsrecht, seit 1950 nur: Versorgungsrecht), 1952-1953 Leiter der Unterabteilung I A (Verfassung und Staatsrecht), 1953-1957 Leiter der Abteilung II (Beamtenrecht), 1957-1962 Staatssekretär (1957-1960 Staatssekretär II, 1960-1962 Staatssekretär I).

Bundesministerium der Justiz

Dr. Walter Strauß (1900-1976)

1928-1935 Reichswirtschaftsministerium, 1935-1945 Wirtschaftsberater und Anwaltstätigkeit, 1946-1947 Staatssekretär im Hessischen Staatsministerium, 1947-1949 stellvertretender Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes und Leiter des Rechtsamtes der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates (CDU), 1950-1962 Staatssekretär im BMJ, 1963-1970 Mitglied des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften.

Bundesministerium der Finanzen

Alfred Hartmann (1894-1967)

Seit 1923 Reichsfinanzverwaltung, 1925-1935 Reichsfinanzministerium, 1935-1942 Vorsteher des Finanzamts Berlin-Friedrichshain, 1942-1943 Rechnungshof des Deutschen Reiches, 1944-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 Bayerisches Finanzministerium, 1947-1949 Direktor der Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950-1959 Staatssekretär im BMF.

Bundesministerium für Wirtschaft

Dr. Ludger Westrick (1894-1990)

1921-1933 Tätigkeit in der Holzindustrie, nach Gründung der Vereinigten Stahlwerke AG Prokurist bei der Stahlunion-Export GmbH, seit 1933 bei der Vereinigten Aluminium-Werke AG, seit 1939 deren Vorstandsvorsitzender, seit Juni 1945 gleichzeitig Vorstandsmitglied bei der VIAG (Vereinigte Industrie-Unternehmen AG), seit 1947 deren Zentraltreuhänder, 1948-1951 Finanzdirektor der Deutschen Kohlenbergbauleitung, 1951-1963 Staatssekretär im BMWi, 1963-1964 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1964-1966 Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes.

Prof. Dr. Alfred Müller-Armack (1901-1978)

1939 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster, 1950-1969 an der Universität Köln, 1952-1963 BMWi, dort 1952-1958 Leiter der Abteilung I (Wirtschaftspolitik), 1958 (Januar)-1963 Staatssekretär mit Zuständigkeit für die Vertretung des Ministers in den Ministerräten der OEEC und EWG und für die Abteilungen E (Europäische zwischenstaatliche wirtschaftliche Zusammenarbeit) und I (nur 1958), 1960-1963 Vorsitzender des Konjunkturausschusses der EWG, 1964-1968 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, 1966-1968 Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinischen Stahlwerke in Essen, 1977-1978 Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung.

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Dr. Theodor Sonnemann (1900-1987)

1923-1933 Syndikus im Reichslandbund, 1934-1936 Reichsnährstand, 1936-1945 Kriegsmarine und Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, 1947-1949 Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes des Niedersächsischen Landvolkes, 1950-1961 Staatssekretär im BML, 1961-1973 Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Dr. Wilhelm Claussen (1901-1980)

1926-1936 Referent im Zweigamt Berlin des Internationalen Arbeitsamtes Genf, 1924-1934 daneben Lehrtätigkeit an der evangelisch-sozialen Schule in Berlin-Spandau, 1937-1939 Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der IG Farbenindustrie AG Berlin, 1939-1942 Wehrdienst, 1942-1945 Militärverwaltungsoberrat beim Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft in Serbien, 1946 stellvertretender Leiter des Seeschifffahrtsamtes in Hamburg, 1947-1948 Abteilungsleiter bei der Hauptverwaltung des Seeverkehrs des amerikanischen und britischen Besatzungsgebietes, 1948-1949 Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, dort Unterabteilungsleiter in der Abteilung Seeverkehr, 1949-1951 Direktor der See-Berufsgenossenschaft, Hamburg, 1951-1957 BMV, dort 1951-1953 in der Allgemeinen Abteilung (A) Leiter des Referats A 1 (Personal, Soziale Fragen, Gesundheitswesen), 1953-1957 Leiter der Zentralabteilung, zugleich Leiter des Referates Z 1 (Personalangelegenheiten des BMV, des Vorstandes der Deutschen Bundesbahn usw.), 1957-1965 Staatssekretär im BMA.

Bundesministerium für Verteidigung

Dr. Josef Rust (1907-1997)

1934-1945 Reichswirtschaftsministerium, 1948-1949 Niedersächsisches Finanzministerium, 1949-1952 Bundeskanzleramt, dort Leiter des Referats 6 (Finanzen, Wirtschaft, Landwirtschaft, ERP, Bundesbank, ab 1951: Grundsatzfragen, Koordinierung und Kabinettssachen aus den Geschäftsbereichen des BMM, BMF, BMWi, BML; Bundesbank), 1952-1955 BMWi, dort Leiter der Abteilung III (Bergbau, Energie und Wasserwirtschaft, Eisen und Stahl, Europäische Gemeinschaft), 1955-1959 Staatssekretär im BMVtg, 1959-1969 Vorstandsvorsitzender und 1969-1978 Aufsichtsratsvorsitzender der Wintershall AG (Kassel), 1966-1974 Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG.

Bundesministerium für Verkehr

Dr. Ludwig Seiermann (1903-1979)

1924-1947 Hauptausschuss der deutschen Binnenschifffahrt bzw. der Reichsverkehrsgruppe Binnenschifffahrt, zuletzt stellvertretender Hauptgeschäftsführer, 1947-1948 Hauptverwaltung der Binnenschifffahrt des amerikanischen und britischen Besatzungsgebietes, dort Leiter der Gruppe Binnenschifffahrt, 1948-1949 Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, dort Leiter der Abteilung Binnenschifffahrt, 1949-1967 BMV, dort bis 1957 Leiter der Abteilung Binnenschifffahrt, 1957-1967 Staatssekretär.

Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen

Prof. Dr. Friedrich Gladenbeck (1899-1987)

1933-1938 Reichspostministerium, 1938-1942 Präsident der Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost, 1942-1947 Mitglied im Vorstand der AEG, 1946-1947 Reichspost-Oberdirektion für die britische Zone, 1947-1948 Post- und Fernmeldetechnisches Zentralamt des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950-1952 Präsident der Oberpostdirektion Hamburg, 1952-1959 BMP, dort 1952-1954 Leiter der Dienststelle „Chefingenieur der Deutschen Bundespost", 1954-1959 Staatssekretär für das Fernmeldewesen, 1960-1961 Geschäftsführer der „Freien Fernsehen GmbH".

Dr. Hans Steinmetz (1908-1987)

1934-1938 nach Entlassung aus dem juristischen Vorbereitungsdienst wegen „politischer Unzuverlässigkeit" Tätigkeit als Hilfs- und Telegrafenarbeiter, 1941-1943 Reichspostzentralamt, 1944-1945 Tätigkeit in der Industrie, 1946-1948 Landrat des Kreises Bergstraße in Heppenheim, 1946-1949 und 1954-1956 MdL Hessen (CDU), 1948-1949 Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1951 BMP, dort jeweils Leiter der Abteilung III (Personalwesen) und im BMP kommissarischer Staatssekretär, 1951-1954 Präsident der Oberpostdirektion Koblenz, 1954-1956 Geschäftsführer der Deutschen Postreklame GmbH, 1956-1969 erneut BMP, dort Staatssekretär für das Postwesen bzw. (ab 1960) für die Post- und Fernmeldeverwaltung, 1962-1983 Aufsichtsratsmitglied der Adler Versicherungen.

Bundesministerium für Wohnungsbau

Dr. Hermann Wandersleb (1895-1977)

1927-1933 Landrat in Querfurt, 1945 Vizepräsident des Oberpräsidiums der Nordrhein-Provinz, 1946-1949 Chef der Landeskanzlei Nordrhein-Westfalen, 1950-1959 Staatssekretär im BMWo.

Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Dr. Peter Paul Nahm (1901-1981)

1919-1933 Mitglied des Zentrums, seit 1924 Journalist, 1933 Inhaftierung, 1934-1945 Tätigkeit im Weinbau und Weinhandel, 1945-1946 Landrat des Rheingaukreises, 1947-1949 Leiter des hessischen Landesamtes für Vertriebenen- und Flüchtlingsfragen, 1949-1952 Hessisches Innenministerium, dort Leiter der Sozialabteilung, 1951 Umsiedlungsbeauftragter der Bundesregierung, 1953 Bundesbeauftragter für die Unterbringung der Flüchtlinge aus der sowjetischen Besatzungszone, 1953-1967 Staatssekretär im BMVt.

Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen

Franz Thedieck (1900-1995)

1923-1930 Kölner Abwehrstelle des Preußischen Ministeriums des Innern gegen den Separatismus, 1931-1940 Bezirksregierung Köln, 1940-1943 Militärverwaltung in Belgien und Nordfrankreich, 1946-1949 erneut Bezirksregierung Köln, 1950-1964 Staatssekretär im BMG, 1961-1966 Vorsitzender des Verwaltungsrats des Deutschlandfunks, 1966-1972 Intendant des Deutschlandfunks.

Bundesministerium für Familien und Jugendfragen

Dr. Gabriele Wülker (geb. 1911)

1940-1942 Wissenschaftlicher Forschungsauftrag des Reichsgesundheitsamtes Berlin, 1947-1949 Sekretärin, dann Assistentin der Verteidigung bei mehreren US-Kriegsverbrecherprozessen in Nürnberg (u. a. Juristen-, Südost-Generale-, Wilhelmstraßen- und OKW-Prozess), 1949-1951 US-Militärregierung in Nürnberg, bzw. HICOG in Frankfurt/Main, dort Referentin (German Consultant) u. a. in der Flüchtlingsabteilung, 1951-1952 Wissenschaftliche Referentin beim Institut zur Förderung öffentlicher Angelegenheiten in Frankfurt/Main, 1952-1957 desgl. beim Deutschen Landesausschuss der Internationalen Konferenz für Sozialarbeit in Köln und Frankfurt/Main, 1957-1959 Staatssekretärin im BMFa, 1960-1965 Leiterin der Studienstelle für Entwicklungsländer in Bonn, 1970-1978 außerplanmäßige Professorin für Soziologie der Entwicklungsländer und Entwicklungshilfe an der Universität Bochum, 1978-1986 Vorsitzende des Deutschen Komitees der UNICEF.

Bundesministerium für wirtschaftlichen Besitz des Bundes

Dr. Hans Busch (1896-1972)

1925-1928 Landratsamt Moers, 1928-1932 Preußisches Ministerium für Volkswohlfahrt, 1932-1934 Preußisches Ministerium des Innern, 1934-1937 Reichsministerium des Innern, 1937-1945 Regierung in Düsseldorf, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1946 Oberpräsidium der Nordrhein-Provinz, 1946-1950 Beigeordneter der Stadt Köln (Sozialverwaltung und Jugendpflege), 1951-1956 Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, dort 1953 Staatssekretär, März-Oktober 1957 Staatssekretär im BMA, November 1957-1961 Staatssekretär im BMBes, Mitglied in mehreren Aufsichtsräten, u. a. Vorsitzer des Aufsichtsrats der Volkswagenwerk AG sowie des Aufsichtsrats der Aktiengesellschaft für Berg- und Hüttenbetriebe (vormals Reichswerke), Salzgitter.

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