2.11.1 (k1960k): A. Diplomatische Anerkennung der sog. DDR durch die Republik Guinea

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 13. 1960Flugblatt des BeamtenbundesAm 16. August 1960 werden in Berlin neue Warenlisten und Vereinbarungen für den innerdeutschen Handel unterzeichnet Broschüre zur LebensmittelbevorratungSchreiben Adenauers betr. Salzgitter-Konzern

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[A. Diplomatische Anerkennung der sog. DDR durch die Republik Guinea]

Der Bundeskanzler erörtert die aus der kaum mehr zweifelhaften Ernennung eines Botschafters der Republik Guinea bei der Regierung der sogenannten DDR zu ziehenden Folgerungen. Unter Zustimmung des Kabinetts stellt er fest, daß man künftig bei Einladungen führender Persönlichkeiten solcher Länder abwägender verfahren müsse 2. Die Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen und für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder machen zu der Ernennung des Botschafters Seydou Conte in Pankow ergänzende Ausführungen. Abschließend wiederholt der Bundeskanzler seine Feststellung, daß offizielle Einladungen dieser Art zurückhaltender zu handhaben seien 3.

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Der Botschafter Guineas in Moskau, Seydou Conte, hatte auf seinem Rückflug nach Conakry in Berlin (Ost) einen Zwischenstopp eingelegt und war vom Präsidenten der DDR Wilhelm Pieck und anschließend von Ministerpräsident Otto Grotewohl empfangen worden. Am 6. März hatte die Zeitung „Neues Deutschland" auf der ersten Seite die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Guinea gemeldet und dazu ausgeführt, Conte habe am 5. März 1960 ein Beglaubigungsschreiben überreicht und anschließend seinen Antrittsbesuch bei Grotewohl abgestattet. Die Nachricht hatte in der internationalen Presse eine starke Beachtung gefunden. Vgl. dazu Kilian, Hallstein-Doktrin, S. 89-97.

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