2.27.8 (k1960k): G. Empfang des Verlegers Springer durch den Bundeskanzler

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 13. 1960Flugblatt des BeamtenbundesAm 16. August 1960 werden in Berlin neue Warenlisten und Vereinbarungen für den innerdeutschen Handel unterzeichnet Broschüre zur LebensmittelbevorratungSchreiben Adenauers betr. Salzgitter-Konzern

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[G.] Empfang des Verlegers Springer durch den Bundeskanzler

Der Bundeskanzler unterrichtet das Kabinett über seine Unterredung mit dem Verleger Springer. Dieser habe ihm mitgeteilt, daß die Berliner Zeitungsverleger sich auf kommerzieller Basis zu einer Gesellschaft für Fernsehen zusammengeschlossen haben 19. Herr Springer habe ihm auch die Gründe dargelegt, aus denen sich seine Berufskollegen zu einem solchen Schritt entschlossen haben. Wie sich der Berliner Senat zu diesem Vorhaben stelle, sei ihm - dem Bundeskanzler - nicht bekannt (hierzu bemerkt der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, die Gesellschaft müsse eine Welle haben; darüber habe der Berliner Senat nicht zu befinden).

19

Vgl. Sondersitzung am 28. Juni 1960 TOP 2. - Zu der Unterredung am 1. Juli vgl. die Aufzeichnung vom 2. Juli 1960 in StBKAH III/58. Themen waren neben der Berliner Fernsehgesellschaft die Bekämpfung des Kommunismus sowie die Kanzlerkandidatur von Brandt.

Im Verlauf seines Gesprächs mit Herrn Springer habe dieser darauf hingewiesen, daß die Deutschen in der Zone nur noch durch den Rundfunk zu erreichen seien. Die bestehenden Rundfunkanstalten würden, aus was für Gründen auch immer, dieser Pflicht nicht ausreichend entsprechen. Herr Springer sei der Ansicht, daß dieser Aufgabe nur ein privater Sender in ausreichendem Maße gerecht werden könne. Die Amerikaner haben Herrn Springer wissen lassen, daß sie bereit seien, hierfür eine Mittelwelle zur Verfügung zu stellen.

Der Bundeskanzler hält diese Anregung für außerordentlich beherzigenswert und bittet das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, das Anliegen wohlwollend zu prüfen. Er lege Wert darauf, dieses Vorhaben in deutsche Hände zu nehmen. Im übrigen habe er mit seinen heutigen Ausführungen nur eine Unterrichtung des Kabinetts bezweckt 20.

20

Fortgang 132. Sitzung am 7. Dez. 1960 TOP A (Zweites Fernsehprogramm).

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