2.40.1 (k1960k): 4. Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Bonn durch Umgestaltung der Bahnanlagen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 13. 1960Flugblatt des BeamtenbundesAm 16. August 1960 werden in Berlin neue Warenlisten und Vereinbarungen für den innerdeutschen Handel unterzeichnet Broschüre zur LebensmittelbevorratungSchreiben Adenauers betr. Salzgitter-Konzern

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4. Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Bonn durch Umgestaltung der Bahnanlagen

Der Bundeskanzler unterrichtet das Kabinett über die Besprechung, die er gestern unter Teilnahme des Bundesministers der Finanzen und des Bundesministers für Verkehr mit dem Oberbürgermeister und Oberstadtdirektor von Bonn über die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Bonn durch Umgestaltung der Bahnanlagen hatte 1. Der Bundeskanzler teilt mit, es sei als notwendig erkannt worden, die Frage der Verlegung der Bundesbahn in großem Zusammenhang zu betrachten und eine großzügige Lösung des gesamten Fragenbereiches anzustreben. Erst wenn die entsprechenden Planungen, mit denen jetzt begonnen werde, abgeschlossen seien, werde eine Entscheidung getroffen werden. Das Kabinett nimmt Kenntnis 2.

1

Zu der Besprechung mit Oberbürgermeister Wilhelm Daniels und Oberstadtdirektor Franz Schmidt am 11. Okt. 1960 vgl. die handschriftliche Aufzeichnung des BMV vom gleichen Datum in B 108/66194 und den Vermerk des Bundeskanzleramtes vom 13. Okt. 1960 in B 136/9680, weitere Unterlagen in B 108/66193 und B 136/9679. - Der Straßenverkehr in Bonn wurde wegen der durch das Stadtgebiet verlaufenden Hauptstrecke der Deutschen Bundesbahn durch zahlreiche Bahnübergänge im Innenstadtbereich behindert. Bei der Unterredung hatte der BMV zwei Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse unterbreitet, die ein Sonderausschuss aus Vertretern des Bundeskanzleramtes, des BMV, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadtverwaltung Bonn und der Bahn unter Leitung von Staatssekretär Seiermann erarbeitet hatte. Danach sollte die Bahntrasse entweder bis zu 7,20 m abgesenkt und im Bahnhofsbereich geringfügig verlegt oder bis zu 2,40 m angehoben werden (vgl. den undatierten Abschlussbericht in B 136/9680). Adenauer hatte beide Varianten abgelehnt und war für eine Verlegung der Bahnstrecke in westlicher Richtung sowie die Schaffung eines neuen Bahnhofs eingetreten.

2

In der Folgezeit wurde zunächst ein Lösungsvorschlag verfolgt, der die Verlegung der Bahnstrecke nach Westen mit einer Untertunnelung des Venusbergs sowie einen neuen Bahnhof an der Grenze zwischen Bonn und Bad Godesberg vorsah. Das Vorhaben wurde nicht verwirklicht. Im Mai 1964 verständigten sich die Stadt Bonn und die Bahn in einem Vorvertrag auf die Tieferlegung der Bahnstrecke im Stadtgebiet (Entwürfe der Vereinbarung in B 108/66195 und B 136/9681). - Fortgang 159. Sitzung am 1. April 1965 TOP B (B 136/36135).

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