2.42.1 (k1960k): A. Zwischenfall bei einem Flug der Königin Elizabeth II.

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 2). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 13. 1960Flugblatt des BeamtenbundesAm 16. August 1960 werden in Berlin neue Warenlisten und Vereinbarungen für den innerdeutschen Handel unterzeichnet Broschüre zur LebensmittelbevorratungSchreiben Adenauers betr. Salzgitter-Konzern

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[A.] Zwischenfall bei einem Flug der Königin Elizabeth II.

Der Bundeskanzler bittet, den Zwischenfall, der das Flugzeug der Königin Elizabeth II. am gestrigen Tage ernstlich gefährdet habe, genau zu untersuchen und gegebenenfalls die Schuldigen zu bestrafen 1. Staatssekretär Hopf berichtet eingehend über die bisherigen Ermittlungen. Diese seien u. a. dadurch erschwert, daß der Kopilot der Maschine einige widersprechende Aussagen über den Zeitpunkt des Zwischenfalls gemacht habe; infolgedessen lasse sich der Zwischenfall auch kaum lokalisieren. Eine deutsche Rottenbesatzung habe ausgesagt, sie sei in die Nähe einer Verkehrsmaschine gekommen, sei aber schon in einer Entfernung von etwa 1000 m wieder abgedreht. Diese Besatzung werde weiter vernommen. Z. Z. tage eine britisch-deutsche Untersuchungskommission in London, deren Vorsitz ein britischer Oberst habe 2.

1

Am 25. Okt. 1960 war es laut Presseberichten in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze zu einem Beinahe-Zusammenstoß zwischen dem Flugzeug der britischen Königin, die sich auf dem Rückflug von einem Privatbesuch bei der dänischen Königsfamilie in Kopenhagen befunden hatte, und zwei Jagdmaschinen der Bundesluftwaffe gekommen. Der Zwischenfall hatte in der britischen und deutschen Presse für erhebliches Aufsehen gesorgt. Unterlagen hierzu in BL 1/6 und B 136/6836, vgl. auch „Das britische Königspaar von Düsenjägern gefährdet" in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 26. Okt. 1960, S. 1, sowie Bulletin Nr. 203 vom 27. Okt. 1960, S. 1951.

2

Vorsitzender des gemeinsamen Untersuchungsausschusses war Gruppenkapitän I. J. Spencer. Unterlagen zu den Ermittlungen in BL 1/6, vgl. auch Hopfs Ausführungen in der Fragestunde des Deutschen Bundestags am 28. Okt. 1960 (Stenographische Berichte, Bd. 47, S. 7483 f.). - Fortgang 128. Sitzung am 9. Nov. 1960 TOP B.

In diesem Zusammenhang beklagt der Bundeskanzler, daß immer wieder Düsenmaschinen der Luftwaffe in großer Geschwindigkeit über sein Dienstgebäude hinwegrasen. Staatssekretär Hopf berichtet über die strengen Maßnahmen, die gegen schuldige Besatzungen ergriffen würden, und weist auf die Schwierigkeiten hin, die bei der hohen Geschwindigkeit der Flugzeuge für ihre Feststellung bestehen.

Extras (Fußzeile):