2.15.11 (k1966k): 6. Entwurf einer Bundes-Apothekerordnung, BMGes

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 3). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 19. 1966Mende besichtigt die Berliner MauerMünchen wird Austragungsort für die Olympischen Spiele 1972Die Autobahnbrücke über die Saale wird für den Verkehr freigegebenCDU/CSU und SPD nehmen Koalitionsverhandlungen auf

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

6. Entwurf einer Bundes-Apothekerordnung, BMGes

Bundesministerin Dr. Schwarzhaupt bezieht sich auf die Kabinettvorlage des Bundesgesundheitsministeriums und weist auf die mit den Bundesministerien des Innern und für wissenschaftliche Forschung bestehende Differenz hin wegen der in der Vorlage ihres Hauses vorgesehenen Verlängerung der Studienzeit 28.

28

Vorlage des BMGes vom 29. März 1966 in B 136/5236, weitere Unterlagen in B 189/21483 und 21484. - Voraussetzungen und Verfahren der Zulassung als Apotheker waren bisher in der Reichsapothekerordnung vom 18. April 1937 und der Bestallungsordnung für Apotheker vom 18. Okt. 1937 (RGBl. I 457 und 1118) geregelt. Danach umfasste die Ausbildung eine zweijährige Praktikantenzeit, ein Studium von drei Jahren und eine anschließende praktische Tätigkeit von einem Jahr. Nach dem vorgelegten Entwurf sollte u. a. das Vorpraktikum wegfallen und das Studium sowie das darauffolgende Berufspraktikum jeweils um ein halbes Jahr verlängert werden.

Bundesminister Dr. Stoltenberg erhebt ernste Bedenken dagegen, daß die Studiendauer von 3 auf 31/2 Jahre verlängert werden soll. Der Wissenschaftsrat beabsichtige, im Mai voraussichtlich eine Studienzeitverkürzung vorzuschlagen. Dies würde durch den Gesetzentwurf präjudiziert werden. Auch habe die Bundesregierung im Wissenschaftsrat konkreten Vorschlägen für eine Neuordnung des Pharmaziestudiums zugestimmt, die im Widerspruch zu der Vorlage des Bundesgesundheitsministeriums stünden 29.

29

Nach den Empfehlungen des Wissenschaftsrates für die Ausbildung im Fach Pharmazie vom 21. Nov. 1964 (BD 184/12) sollte an einer Studiendauer von drei Jahren festgehalten werden. Die Empfehlungen zur Neuordnung des Studiums an den wissenschaftlichen Hochschulen vom 14. Mai 1966 (BD 184/13) sahen eine generelle Begrenzung der Studienzeit auf höchstens vier Jahre vor.

Das Kabinett beschließt daraufhin die Vorlage mit der Maßgabe, daß die Studiendauer 3 Jahre beträgt und mit der zusätzlichen Maßgabe, daß die beiden weiteren zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesministerium für wissenschaftliche Forschung bestehenden strittigen Punkte im Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens noch erörtert werden 30.

30

BR-Drs. 184/66. - Fortgang 35. Sitzung am 13. Juli 1966 TOP 6.

Extras (Fußzeile):