2.30.3 (k1966k): 3. Besuch des britischen Schatzkanzlers

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3. Besuch des britischen Schatzkanzlers

Bundesminister Dr. Dahlgrün unterrichtet das Kabinett über den Verlauf der Besprechungen 10. Eine gemischte Kommission werde das Problem des Devisenausgleichs noch einmal prüfen und bis zum 30. September d. J. berichten 11. Er habe im Auftrage des Bundeskanzlers betont, daß die Bundesregierung auf den Verbleib der britischen Truppen Wert lege. Nach einer Erörterung, an der sich der Bundeskanzler und die Bundesminister Dr. Mende, Lücke, Dr. Dahlgrün, Dr. Krone beteiligen, stimmt das Kabinett einem Vorschlag von Staatssekretär Prof. Dr. Carstens zu, daß der deutsche Botschafter in London bei der britischen Regierung ernste Vorstellungen wegen eines möglichen teilweisen Abzugs der britischen Rheinarmee erheben soll. Das AA wird diesen Schritt mit dem BMF und dem BMVtdg im einzelnen abstimmen 12.

10

Siehe 35. Sitzung am 13. Juli 1966 TOP D. - In dem Gespräch mit Dahlgrün am 21. Juli 1966 hatte Callaghan u. a. Bezug genommen auf die von Premierminister Wilson am Vortag im Unterhaus abgegebene Erklärung (vgl. „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 21. Juli 1966, S. 1 und 4), mit der dieser Maßnahmen zur Stabilisierung des Pfund Sterling und zur Stärkung der britischen Wirtschaft, aber auch eine mögliche Truppenreduzierung in der Bundesrepublik angekündigt hatte. Vgl. den vorbereitenden Vermerk des BMF vom 20. Juli, den Text der Erklärung Callaghans vom 21. Juli 1966 und den undatierten Ergebnisvermerk des BMF in B 126/74580, dazu die Pressemitteilung des BPA vom 21. Juli 1966 in B 136/3134, abgedruckt in Bulletin Nr. 98 vom 27. Juli 1966, S. 780.

11

Der vereinbarten Kommission sollten die Finanzminister, Außenminister, Verteidigungsminister und Wirtschaftsminister sowie die Präsidenten der Notenbanken beider Länder angehören.

12

Blankenhorn wurde beauftragt, Premierminister Wilson persönlich aufzusuchen und vorzutragen, dass die Bundesregierung über eine Reduzierung der britischen Rheinarmee um etwa zwei Drittel besorgt sei, und darauf hinzuweisen, dass das aktuelle deutsch-britische Abkommen noch nicht abgelaufen sei. Die Bundesregierung befürchte zudem, dass dadurch eine Lösung der NATO-Krise behindert werden könne. Vgl. Carstens Schreiben an Blankenhorn vom 28. Juli 1966 in AAPD 1966, S. 995-997. - Fortgang 39. Sitzung am 4. Aug. 1966 TOP B.

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