1.12.1 (k1973k): 1. Bericht über die währungspolitische Lage

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[1.] Bericht über die währungspolitische Lage

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

BM Schmidt berichtet über die Konferenz des Zehnerklubs am 9. März 1973 in Paris. Danach zeichne sich als Lösung der Währungskrise eine gemeinsame Wechselkursfreigabe der Bundesrepublik, Frankreichs, Dänemarks und der Benelux-Länder ab. Es sei damit zu rechnen, daß sich weitere europäische Länder dem gemeinsamen Floating anschließen. Aus wirtschaftlichen und innenpolitischen Gründen könnten sich Großbritannien und Italien noch nicht beteiligen. Von der D-Mark werde eine kleine Readjustierung in Form einer Aufwertung von 3-4% erwartet. Über die Beteiligung der USA an der Dollarstützung werde am 16. März 1973 im Zehnerklub weiterverhandelt. Er bittet um die Zustimmung des Kabinetts dafür, daß er auf dieser Linie die Verhandlungen in der Sitzung des EG-Ministerrats weiterführt.

An der anschließenden Diskussion beteiligen sich der Bundeskanzler, BM Scheel, BM Schmidt, BM Ertl, BM Leber und BM Focke.

Der Bundeskanzler stellt fest, daß die deutsche Delegation in den Verhandlungen eine maximale Beteiligung der europäischen Länder am Gemeinschaftsfloating anstreben solle. Für England und Italien solle die jederzeitige Beitrittsmöglichkeit offengehalten werden.

Auf Vorschlag des Bundeskanzlers nimmt das Bundeskabinett den Bericht des BMF zustimmend zur Kenntnis und bestätigt den von ihm skizzierten Rahmen für die weiteren Verhandlungen.

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