1.26.1 (k1973k): 1. Neufestlegung des D-Mark-Leitkurses

Zum Text. Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[1.] Neufestlegung des D-Mark-Leitkurses

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

Der Bundeskanzler eröffnet die Kabinettsitzung

BM Schmidt berichtet über den Kursanstieg der D-Mark innerhalb des Gemeinschaftsbandes während der letzten Tage. Er weist darauf hin, daß dadurch Interventionen der europäischen Zentralbanken in einem Umfang von ca. 4 Mrd. DM notwendig geworden seien.

Er schlägt zur Abwehr von weiteren Devisenzuflüssen eine Aufwertung des D-Mark-Leitkurses gegenüber den anderen am Gemeinschaftsfloating beteiligten Währungen um 5,5% vor.

An der anschließenden Diskussion beteiligen sich der Bundeskanzler, die Bundesminister Scheel, Schmidt, Dr. Friderichs, Leber, Dr. Vogel, Bahr, Bundesbankpräsident Klasen, StS Rohr.

Das Bundeskabinett faßt folgenden Beschluß:

Die Deutsche Mark wird mit Wirkung vom 29. Juni 1973, 9.30 Uhr MEZ, um 5,5% aufgewertet. Der Leitkurs der DM beträgt von diesem Zeitpunkt an

1 DM = 0,310 580 SZR.

Gegenüber den Währungen Frankreichs, der Niederlande, Belgiens, Luxemburgs, Dänemarks, Norwegens und Schwedens wird die bisherige Schwankungsbreite des Wechselkurses der D-Mark von ± 2,25% beibehalten.

Das Bundeskabinett ist sich ferner darüber einig, daß der Grenzausgleich für EG-Agrarmarktordnungsprodukte angepaßt wird.

Extras (Fußzeile):