1.28.11 (k1973k): D. Währungssituation

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[D.] Währungssituation

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(11.15 Uhr)

St Pöhl berichtet über das Treffen der Zentralbankgouverneure in Basel am vergangenen Wochenende und über den gemeinsamen Beschluß, den USA zur Unterstützung des Dollar verzinsliche Swapkredite bis zur Höhe von 18 Milliarden Dollar einzuräumen. Er weist darauf hin, daß diese Ankündigung in Verbindung mit der Interventionsbereitschaft der USA bereits zu einer Erholung der Dollar-Kurse geführt hat, und drückt die Erwartung aus, daß sich die Liquiditätszuflüsse infolge tatsächlicher Interventionen in Grenzen halten werden.

St Schlecht unterstreicht die stabilitätspolitischen Risiken der Interventionspolitik und befaßt sich mit den Folgen der starken DM-Aufwertungen für den deutschen Export. In der Aussprache, an der sich auch BM Ertl beteiligt, werden die unterschiedlichen währungs- und stabilitätspolitischen Gesichtspunkte bei einer möglichen Umkehr der Zins- und Kreditpolitik erörtert. Auf Frage von BM Leber bestätigt St Pöhl, daß die Chancen für eine Einbeziehung Italiens in den europäischen Währungsblock seit März des Jahres noch ungünstiger geworden sind.

Das Kabinett nimmt Kenntnis.

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