1.10.1 (k1975k): A. Entführung von Peter Lorenz

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[A.] Entführung von Peter Lorenz

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(9.50 Uhr)

BM Genscher erklärt, das Kabinett habe mit Freude und Erleichterung von der Befreiung von Herrn Lorenz Kenntnis genommen. Er dankt allen, insbesondere BM Maihofer und BM Vogel, die hieran mitgewirkt haben. Er kündigt an, der Bundeskanzler werde im Laufe des Tages über das Fernsehen eine Erklärung abgeben.

BM Maihofer berichtet über den Ablauf der Entführung und die Fahndungsmaßnahmen. 1

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In der ursprünglichen Fassung folgten hier die Worte: „sowie über ein Gespräch, das er nach der Befreiung mit Herrn Lorenz geführt hat". Gestrichen gemäß Berichtigungsvermerk des Bundeskanzleramts vom 13. März 1975 in B 136/36198.

BM Vogel legt ergänzend die rechtliche Bewertung der Entführung dar; da diese den Tatbestand der Nötigung von Verfassungsorganen erfülle, sei die Zuständigkeit des Generalbundesanwalts gegeben. Ergänzend unterrichtet er das Kabinett über die Explosion eines Sprengkörpers am Gebäude des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.

Es findet eine Aussprache statt, an der sich die Minister Genscher, Leber, Friderichs, Ertl, Bahr, Matthöfer, Franke, Vogel und Maihofer beteiligen.

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