1.19.5 (k1983k): 5. Aktuelle Fragen der Werftindustrie

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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5. Aktuelle Fragen der Werftindustrie

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(10.35 Uhr)

St von Würzen gibt einen Überblick über die Lage der Werftindustrie sowie insbesondere über die Restrukturierungsüberlegungen der Bremer Großwerften. Hier habe die Bundesregierung sich bereits Anfang Februar 1983 gegenüber dem Land Bremen bereit erklärt, ein von den Werften ausgearbeitetes, von den Eigentümern, den Banken und dem Land Bremen getragenes Restrukturierungskonzept zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Bremer Großwerften zu prüfen.

Der in der vergangenen Woche von Bremen übermittelte Vorschlag einer Fusion von AG Weser, Bremer Vulkan und Hapag-Lloyd entspreche allerdings nicht den Vorstellungen des Bundes von einem beurteilungsfähigen, in sich schlüssigen und tragfähigen Konzept mit ausreichenden prüfungsfähigen Unterlagen. Ferner müsse bedacht werden, inwieweit der Zusammenschluß einen Verdrängungswettbewerb zu Lasten der kleinen und mittleren Werften zur Folge haben könnte.

Für eine Entscheidung über ein regional-politisches Sonderprogramm für Bremen müsse ebenfalls konkretes Datenmaterial vorgelegt werden.

An der sich anschließenden Aussprache beteiligen sich der Bundeskanzler, BM Dollinger, PSt Voss und St von Würzen. Der Bundeskanzler regt dabei an, nicht weiter zu warten, sondern Bremen unverzüglich um die nötigen Auskünfte zu bitten und ein sofortiges Gespräch über ein tragfähiges Konzept und weitere regionale Umstrukturierungsmöglichkeiten anzubieten.

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