1.26.2 (k1983k): C. Unglück auf dem Truppenübungsplatz Münsingen

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[C. Unglück auf dem Truppenübungsplatz Münsingen]

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

Vor Eintritt in die Tagesordnung bittet der Bundeskanzler BM Wörner um einen Bericht über das gestrige Unglück auf dem Truppenübungsplatz in Münsingen. BM Wörner gibt einen Überblick über das Geschehen bei dem Übungsschießen vor rund 800 Zuschauern am Montagnachmittag. Derartige Übungsschießen mit scharfer Munition seien üblich, um die Wirkung von Waffen vorzuführen. Aus bisher unbekannten Gründen sei dabei eine Sprenggranate in unmittelbarer Nähe von Zuschauern explodiert. Zwei Offiziere seien getötet und 24 Personen, darunter auch Zivilisten, verletzt worden. Hierunter seien drei sehr schwer und drei schwer verletzt. Die gleiche Übung sei am Vormittag mit derselben Mannschaft ohne jeden Vorfall abgelaufen. Er sei unmittelbar nach Bekanntwerden des Unglücks hingeflogen und habe die Verletzten in den Krankenhäusern besucht. Die Untersuchungen lägen in den Händen der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Über die Schuldfrage könne noch nichts gesagt werden.

Der Bundeskanzler spricht das Mitgefühl und die herzliche Anteilnahme der Bundesregierung gegenüber den Angehörigen der zwei Offiziere aus, die in Ausübung ihrer Pflicht ums Leben gekommen seien. Den Verletzten werde er Genesungswünsche übermitteln.

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