1.33.9 (k1983k): 6. Unterrichtung des Bundeskabinetts zur Ausbildungsplatzsituation 1984

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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6. Unterrichtung des Bundeskabinetts zur Ausbildungsplatzsituation 1984

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(11.20 Uhr)

BM Frau Wilms unterrichtet das Kabinett an Hand der Kabinettvorlage des BMBW vom 7. Dezember 1983 (Az. III B 1 - 6501) über die Lehrstellensituation im Jahre 1983 und stellt dabei heraus, daß in einer solidarischen Gemeinschaftsaktion wie nie zuvor trotz erheblich gestiegener Nachfrage nach Ausbildungsplätzen und trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein hervorragendes Ergebnis erreicht worden sei. Mit über 677 000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen sei ein absoluter Rekord erzielt worden. Unvermittelt würden schließlich etwa 25 000 Jugendliche bleiben, eine Zahl, die sich durchaus im Rahmen früherer Jahre halte.

Der Bundeskanzler unterstreicht das Ergebnis, weist jedoch darauf hin, daß es trotz allem zu wenig gelungen sei, diesen positiven Eindruck der Öffentlichkeit zu vermitteln. Dies sei aber im Hinblick auf die Reputation des Staates bei jungen Leuten sehr wichtig.

Es schließt sich eine Aussprache über die Ausbildungsleistungen des Bundes und insbesondere von Bundespost und Bundesbahn an, an der der Bundeskanzler sowie die BM Frau Wilms, Schwarz-Schilling, Kiechle, Wörner und PSt Schulte sich beteiligen.

Weiterhin gibt BM Frau Wilms eine Vorschau auf die voraussichtliche Entwicklung im Jahre 1984. Sie hebt dabei hervor, daß auch im nächsten Jahr nur eine solidarische Gemeinschaftsaktion aller Beteiligten das Problem lösen könne. Insbesondere müsse auch geprüft werden, wie

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die Ausbildungsleistungen des Bundes gesichert und ausgeweitet werden könnten,

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zeitlich begrenzt das Ausbildungsplatzangebot für Mädchen in den Krankenpflegeberufen erhöht werden könne,

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ein steuersystematisch vertretbarer Weg gefunden werden könne, um für eine befristete Zeit die Ausbildungskosten in ländlicher oder städtischer Hauswirtschaft stärker zu berücksichtigen.

An der sich anschließenden Aussprache beteiligen sich der Bundeskanzler sowie die BM Wörner, Blüm, Frau Wilms, Stoltenberg, Schwarz-Schilling, PSt Waffenschmidt und St Schlecht. Der Bundeskanzler bittet dabei den BMVg, auch im nächsten Jahr alle bestehenden Einberufungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr auszuschöpfen.

Das Kabinett beschließt gemäß Kabinettvorlage des BMBW mit der Maßgabe, daß die Nr. 2 e) des Beschlußvorschlages folgende Fassung erhält:

„e) Sicherstellung der Ausbildungsleistung des Bundes und der Unternehmen mit maßgeblicher Bundesbeteiligung im Hinblick auf die besonderen Anforderungen des Ausbildungsjahres 1984 und die Vorbildfunktion des Staates."

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