1.21.8 (k1986k): ‹4. Sanitätsversorgung der Bundeswehr›

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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‹4. Sanitätsversorgung der Bundeswehr›

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(11.51 Uhr)

BM Wörner unterstreicht die Bedeutung des Sanitätsdienstes mit Blick auf einen Verteidigungsfall, aber auch im Frieden. Einige Schwächen in diesem Bereich seien beseitigt worden. Es gebe allerdings zur Zeit noch Probleme aufgrund des Fehlbestandes an aktiven Sanitätsoffizieren. Wegen fehlender gesetzlicher Grundlage sei die Einplanung von Krankenschwestern für den Ernstfall schwierig. Darüber hinaus müsse hier auch der Mangel an qualifizierten Reservisten genannt werden.

Generaloberstabsarzt Linde erläutert im einzelnen die Themen:

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Sanitätskonzept des Heeres,

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Personalentwicklung bei den Sanitätsoffizieren,

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medizinischer ABC-Schutz,

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Mobilmachungsplanung und Zusammenarbeit ziviler und militärischer Stellen bei der medizinischen Versorgung im Verteidigungsfall.

Hinsichtlich des letzten Themas verweist Generaloberstabsarzt Linde darauf, daß das Zivilschutzgesetz die organisatorischen Grundlagen für eine grundlegende Verbesserung der medizinischen Versorgung der Gesamtbevölkerung im Verteidigungsfall schaffen würde.

Der Bundeskanzler gibt zunächst zu bedenken, daß in Zukunft versucht werden sollte, vermehrt bereits ausgebildete Ärzte für den Sanitätsdienst zu gewinnen. Auf diese Weise könnten die Kosten für das Studium der Offiziersanwärter gespart werden.

BM Wörner sagt zu, diese Anregung in die künftigen Überlegungen aufzunehmen.

Der Bundeskanzler stellt sodann klar, daß das Zivilschutzgesetz in der laufenden Legislaturperiode nicht mehr verabschiedet werden würde.

Auf Frage des Bundeskanzlers trägt Generaloberstabsarzt Linde ergänzend vor, im Vergleich zu den übrigen NATO-Streitkräften sei die medizinische Ausrüstung des Sanitätsdienstes sehr gut und werde vielfach bewundert, hinsichtlich Personallage und Ausbildung liege die Bundeswehr im Durchschnitt.

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