1.21.9 (k1986k): ‹5. ABC-Schutzausrüstung der Bundeswehr›

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 1). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

‹5. ABC-Schutzausrüstung der Bundeswehr›

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(12.09 Uhr)

General Altenburg trägt vor und weist insbesondere darauf hin, daß jeder Soldat über eine ABC-Schutzmaske, imprägnierte Feldbekleidung, einen Poncho zum Überwerfen, einen ABC-Schutzanzug sowie einen ABC-Selbsthilfesatz verfüge und diese persönliche Schutzausrüstung insgesamt auf dem neuesten Entwicklungsstand sei. Die Besatzungen von Gefechtsfahrzeugen würden durch spezielle Schutzbelüftung ABC-Schutz erhalten. Mit dem Spürpanzer „Fuchs" stehe der Bundeswehr ein Spezialfahrzeug zur Verfügung, das sie zur Feststellung von Verstrahlungen und Vergiftungen einsetze.

Im Heer gebe es an Spezialtruppen elf ABC-Abwehr-Kompanien. Jede Kompanie sei in der Lage, pro Stunde 90 Menschen und 15 Kraftfahrzeuge zu dekontaminieren.

StM Möllemann vertritt die Auffassung, die ABC-Abwehrausbildung in der Bundeswehr habe Alibicharakter. Die deutschen Streitkräfte seien weder dazu ausgerüstet noch von ihrer Ausbildung her dazu befähigt, unter ABC-Bedingungen eingesetzt zu werden.

BM Wörner stellt fest, die ABC-Abwehr-Ausrüstung entspreche den Erfordernissen. Er räumt jedoch ein, daß die ABC-Abwehr-Ausbildung nicht höchste Priorität bei der Truppe habe. 2 Auf Frage von St Schreckenberger bestätigt Generaloberstabsarzt Linde, daß die ABC-Ausrüstung nicht gegen die von der Sowjetunion vermutlich in Afghanistan eingesetzten Nervengaskampfstoffe schütze.

2

Der folgende Satz wurde ergänzt gemäß Kanzleinotiz des Bundeskanzleramts vom 24. Juni 1986 in B 136/59610.

Extras (Fußzeile):