2.16.17 (k1949k): F. Generaldirektor der Bundesbahn

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Kabinettsprotokolle 1949 - TitelblattDas Bundeskabinett am Tage der Vereidigung (20. Sept. 1949)Konrad Adenauer im Gespräch mit Theodor HeussFaksimile der Vorlage der Edition: die Kurzprotokolle der KabinettsitzungenAntrittsbesuch des Bundeskanzlers  bei den Hohen Kommissaren

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[F.] Generaldirektor der Bundesbahn

Der Bundesverkehrsminister: Er lehne grundsätzlich auch für sehr hohe Beamte eine Verlängerung ihrer Dienstzeit ab. Der Generaldirektor der Bundesbahn sei an ihn wegen einer Verlängerung seiner Amtszeit über die Dienstalterszeit hinaus nicht herangetreten, habe aber erklärt, daß er über genügenden politischen Rückhalt verfüge, die Verlängerung seiner Amtszeit durchzusetzen. Inzwischen habe Dr. Kurt Schumacher dieserhalb einen Brief an den Herrn Bundeskanzler geschrieben 35. Nunmehr sei aus politischen Gründen eine Verlängerung der Amtszeit des Generaldirektors der Bundesbahn unmöglich. Die Neubesetzung des Postens des Generaldirektors der Bundesbahn solle erst entschieden werden, wenn die künftige Spitzengliederung der Bundesbahn beschlossen sei 36. Ein sehr fähiger Stellvertreter stehe zur Verfügung.

Der Bundesfinanzminister vertritt hinsichtlich der Verlängerung der Amtszeit den gleichen Standpunkt und betont die Notwendigkeit, dem Nachwuchs jede Möglichkeit zu geben, aufzurücken.

Fußnoten

35

Am 25. Okt. 1949 hatte der BMV dem Bundeskanzler mitgeteilt, daß Fritz Busch als Generaldirektor der Bundesbahn zum 31. Okt. 1949 in den Ruhestand trete und um ein entsprechendes Verabschiedungsschreiben des Bundeskanzlers gebeten, das auch am 27. Okt. 1949 abging. Das Ausscheiden des Generaldirektors aus Altersgründen hatten Schumacher und Ministerpräsident Arnold jeweils mit Schreiben vom 27. Okt. 1949 kritisiert und ihr Unverständnis über personelle Veränderungen an der Spitze in Hinblick auf die bevorstehenden grundsätzlichen Entscheidungen über die Zukunft der Bundesbahn zum Ausdruck gebracht (B 136/1528).

36

Organisation, Rechtsstellung und die Grundfragen der Wirtschaftsführung der Deutschen Bundesbahn wurden im Bundesbahngesetz vom 13. Dez. 1951 (BGBl. I 955) geregelt.

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