2.15.11 (k1949k): A. Versorgung mit Kartoffeln

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Kabinettsprotokolle 1949 - TitelblattDas Bundeskabinett am Tage der Vereidigung (20. Sept. 1949)Konrad Adenauer im Gespräch mit Theodor HeussFaksimile der Vorlage der Edition: die Kurzprotokolle der KabinettsitzungenAntrittsbesuch des Bundeskanzlers  bei den Hohen Kommissaren

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[A.] Versorgung mit Kartoffeln

Der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung: Die Kartoffelernte werde annähernd 20 Millionen t erbringen. Im vergangenen Jahr 23 Millionen t. Der Bedarf der Zivilbevölkerung betrage etwa 8 Millionen t. Mengenmäßig sei die Kartoffelversorgung gesichert. Die Qualität der Ernte sei gut. Die Verteilung sei dadurch schwierig geworden, daß bis zum 3. Oktober kaum Kartoffeln abgeliefert seien, dagegen ab 3. Oktober in den darauf folgenden Wochen der Waggonbedarf sich verzehnfacht habe.

Der Bundesarbeitsminister: Die Landwirtschaft habe mit einer knappen Kartoffelversorgung gerechnet und habe für das Frühjahr ein großes Geschäft für den Absatz von Kartoffeln erwartet. Daher die bisherige Zurückhaltung der Ablieferung. Es sei nötig, die vom Landwirtschaftsminister genannten Ziffern bekanntzugeben, um den Bauern die Hoffnung auf übermäßig hohe Preise zu nehmen und sie zu rascher Ablieferung zu veranlassen.

Das Kabinett beschließt, daß der Bundeslandwirtschaftsminister im Rundfunk über die Kartoffelversorgung spricht 28.

Einer ähnlichen Entwicklung betr. Zuckerrüben soll rechtzeitig vorgebeugt werden.

Fußnoten

28

Vorlage des BML vom 14. Okt. 1949 an den Minister: „Zur diesjährigen Kartoffelernte im Bundesgebiet" und weitere Berichte und Zahlen über die Kartoffelernte in B 116/36273; ferner Vermerk vom 7. Nov. 1949 über die Versorgung mit Speisekartoffeln in B 116/36298. - Seebohm notiert zur folgenden Kabinettssitzung „Heute Rundfunkrede Niklas. 150 000 t Kartoffeln für Berlin aus der Sowjetzone und CSR" (NL Seebohm/6). - Zur Rundfunkrede von Niklas vgl. Frankfurter Rundschau vom 31. Okt. 1949 S. 6.

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