2.16.18 (k1949k): G. Internationales Rotes Kreuz in Prag und Warschau

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Kabinettsprotokolle 1949 - TitelblattDas Bundeskabinett am Tage der Vereidigung (20. Sept. 1949)Konrad Adenauer im Gespräch mit Theodor HeussFaksimile der Vorlage der Edition: die Kurzprotokolle der KabinettsitzungenAntrittsbesuch des Bundeskanzlers  bei den Hohen Kommissaren

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[G.] Internationales Rotes Kreuz in Prag und Warschau

Der Bundesminister für Angelegenheiten der Vertriebenen: Ein Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz habe gestern mitgeteilt 37, daß die polnische Regierung das Internationale Rote Kreuz aufgefordert habe, seine Tätigkeit in Polen einzustellen, da die deutsche demokratische Republik von Polen anerkannt sei und durch einen deutschen Botschafter in Warschau vertreten werde. Das Internationale Rote Kreuz glaube, noch 2-3 Wochen in Warschau weiterarbeiten zu können. Eine sofortige Erklärung 38 der Bundesregierung, daß sie bereit sei, die noch in Polen befindlichen 300 000 Deutschen im Bundesgebiet aufzunehmen, sei nötig, damit noch etwas geschehen könne, um diesen in furchtbaren Verhältnissen 39 lebenden Menschen zu helfen. Das Kabinett beschließt, eine entsprechende Erklärung abzugeben. Die Einzelheiten stimmt der Bundesminister für Angelegenheiten der Vertriebenen mit dem Leiter der Verbindungsstelle zur Hohen Kommission im Bundeskanzleramt ab 40.

Fußnoten

37

Zur Mitteilung des Internationalen Roten Kreuzes siehe Aufzeichnung vom 14. Okt. 1949 in B 150/509 und Schreiben des BMVt vom 24. Okt. 1949 an den Bundeskanzler in B 136/5549.

38

Vorlage des BMVt vom 28. Okt. 1949 in B 150/509. - Vgl. 7. Sitzung am 26. Sept. 1949 TOP B.

39

Zur Lage der jenseits der Oder-Neiße-Grenze verbliebenen Deutschen in den Jahren 1949 bis 1952 vgl. Dokumentation der Vertreibung Bd. I/2 S. 871-896.

40

Ein entsprechendes Schreiben Adenauers, in dem keine Zahl genannt war, ging am 5. Nov. 1949 an die AHK (B 150/509. - Siehe Abbildung Nr. 7). Bereits am 26. Okt. hatte der Bundeskanzler bei den Hohen Kommissaren unter dem Aspekt der Familienzusammenführung die Aufnahme von 45 000 Deutschen aus Polen und der Tschechoslowakei in die Bundesrepublik beantragt (ebenda). Am 25. Nov. 1949 stimmten die Kommissare diesem Antrag zu (740.00119 Control [Germany] / 11-2649) und teilten ihren Beschluß der Bundesregierung mit Note vom 28. Nov. 1949 mit (B 150/509). - Fortgang 50. Sitzung am 3. März 1950 TOP D.

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