2.9.2 (k1949k): 2. Beantragung eines Demontagestops bei der Alliierten Hohen Kommission

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Kabinettsprotokolle 1949 - TitelblattDas Bundeskabinett am Tage der Vereidigung (20. Sept. 1949)Konrad Adenauer im Gespräch mit Theodor HeussFaksimile der Vorlage der Edition: die Kurzprotokolle der KabinettsitzungenAntrittsbesuch des Bundeskanzlers  bei den Hohen Kommissaren

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2. Beantragung eines Demontagestops bei der Alliierten Hohen Kommission

Der Bundeskanzler macht dem Kabinett Mitteilung von seinem Brief an den Hohen Kommissar der Vereinigten Staaten, McCloy, der für den Monat Oktober den Vorsitz im Rate der Hohen Kommissare führe, zur Frage einer erneuten Diskussion des Demontageproblems und eines sofortigen Demontage-Stops 6. Der Wirtschaftsminister wird beauftragt, deutsche Vorschläge auszuarbeiten, die unter Aufgabe der Demontage gewisse Reparationen für die Alliierten sicherstellen 7.

Fußnoten

6

Vgl. 2. Sitzung am 20. Sept. 1949 TOP 4. - Im Schreiben vom 3. Okt. 1949 an die AHK hatte Adenauer auf die nachteiligen Auswirkungen der Demontage der August-Thyssen-Hütte und der „Gelsenberg-Benzin" hingewiesen, die Ausarbeitung deutscher Gegenvorschläge zur Demontage, die den Anspruch der Alliierten auf Reparationen befriedigen sollten, angekündigt und einen sofortigen Demontage-Stop beantragt (AA 244-04).

7

Am 10. Okt. 1949 übersandte Adenauer an die AHK ein Memorandum, das zwei Alternativ-Vorschläge zur gegenwärtig betriebenen Demontage der August-Thyssen-Hütte enthielt. Nach Vorschlag 1 sollten die Anlagen der August-Thyssen-Hütte von den Vereinigten Stahlwerken und den Reparationsgläubigern in eine neu zu gründende internationale Gesellschaft eingebracht werden. Nach Vorschlag 2 sollten die Reparationsgläubiger durch neuwertige Hüttenanlagen teils aus Lagerbeständen, teils aus Neuanfertigung entschädigt werden. (AA 244-04 Demontage Generalia). - Einleitung und Vorschlag 1 dieses Memorandums basierten auf Vorarbeiten von Bergassessor Hans Günther Sohl, Generaldirektor der Vereinigten Stahlwerke (vgl. 2. Sitzung am 20. Sept. 1949 TOP 4 Anm. 18), während Vorschlag 2 den Bedenken Adenauers gegenüber einer Internationalisierung aus innenpolitischen Erwägungen Rechnung trug (vgl. NL Lehr/18). - Fortgang 10. Sitzung am 7. Okt. 1949 TOP 9 a.

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