2.49.9 (k1950k): 9. Ost-West-Handel, BMWi

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 2). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Titelblatt: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung 1950Portrait Walter StraußPortrait Hans LukaschekSchreiben Adenauers zur Entlassung von Heinemann.Portrait: Robert Lehr

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

9. Ost-West-Handel, BMWi

Der Bundesminister für Wirtschaft macht Ausführungen im Sinne seiner Kabinettsvorlage vom 23.6.50, die vom Kabinett gebilligt werden 19.

Das Kabinett lehnt es ausdrücklich ab, der Ostzone eine Mittlerrolle zuzugestehen 20.

Fußnoten

19

In dieser Vorlage (B 136/7808) berichtete der BMWi von den Wünschen der deutschen Industrie nach einer Ausweitung des Handels mit den Staaten des Ostblocks und mit China. Zum Nachweis der offenen Handelskapazitäten war der Vorlage ein Gutachten des Deutschen Büros für Friedensfragen vom Mai 1950 beigefügt. Danach war der Handel mit diesen Ländern, der während der Vorkriegszeit 14% des deutschen Gesamthandels betrug, in dem Berechnungszeitraum von Oktober 1949 bis März 1950 auf etwa 4% geschrumpft, woraus sich ein jährlicher Umsatzverlust von ca. 2 Milliarden DM errechnete. - Ferner hatte der BMWi berichtet, daß von den Alliierten nur die Amerikaner aus politischen Gründen (kommunistische Infiltration und wirtschaftliche Abhängigkeit von der Sowjetunion) gegen eine Ausweitung des Handels Bedenken hätten. - Zu den möglichen Formen der Handelsgestaltung hatte der BMWi weitere Prüfungen seines Hauses angekündigt, aber auch sein Einverständnis zu den bereits praktizierten privaten Kompensationsgeschäften gegeben.

20

Eine Einschaltung der DDR als Vermittlerin hatte auch der BMWi in seiner Vorlage abgelehnt, da dies die Abwicklung nur verzögern und verteuern würde. - Fortgang 144. Sitzung am 27. April 1951 TOP A (Illegaler Ost-West-Handel).

Extras (Fußzeile):