2.56.20 (k1950k): D. Bestreikung argentinischer Schiffe

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Titelblatt: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung 1950Portrait Walter StraußPortrait Hans LukaschekSchreiben Adenauers zur Entlassung von Heinemann.Portrait: Robert Lehr

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[D.] Bestreikung argentinischer Schiffe

Der Bundesminister für Verkehr wird mit Protesten deutscher Firmen wegen der Bestreikung argentinischer Schiffe überhäuft 53. Da nun der englische Gewerkschaftsvertreter erklärt habe, daß die englischen Gewerkschaften den Streik nicht durchführen werden, sei eine neue Lage geschaffen, die es ermögliche, unverzüglich mit dem Leiter der Transportarbeiter-Gewerkschaft Verhandlungen aufzunehmen. Der Bundesminister für Wirtschaft ergänzt diese Ausführungen durch die Mitteilung, daß von Argentinien Nachricht eingegangen sei, wieviel Schiffe mit Lebensmitteln und anderen Produkten nach Deutschland auslaufen sollen, wenn die Löschung der Ladung in deutschen Häfen sichergestellt sei. Die Beeinträchtigung der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und der Verlust an Arbeitsstunden bei einer Fortsetzung des Streiks seien in der gegenwärtigen Lage nicht zu verantworten.

Das Kabinett beauftragt den Bundesminister für Arbeit, sobald wie möglich mit der Transportarbeiter-Gewerkschaft in Verbindung zu treten 54, und den Bundesminister für Wirtschaft, den Bundesminister für Arbeit mit den erforderlichen Unterlagen zu versehen 55.

Fußnoten

53

Vgl. 87. Sitzung am 28. Juli 1950 TOP C. - Vgl. dazu auch Interpellation von Mitgliedern der FDP-Fraktion vom 20. Juli 1950 (BT-Drs. Nr. 1196) und die Aussprache hierüber am 21. Juli 1950 (Stenographische Berichte Bd. 4 S. 2782 D - 2786 C).

54

Unterlagen dazu nicht ermittelt.

55

Telegramm des BMWi vom 31. Juli und Schreiben vom 5. Aug. 1950 in B 149/ 1020. - Nach Beilegung des Streiks der argentinischen Seeleute hob die ÖTV am 7. Aug. 1950 den Boykott auf (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8. Aug. 1950 S. 3).

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