2.57.21 (k1950k): I. Gedenktag des Bundes

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Titelblatt: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung 1950Portrait Walter StraußPortrait Hans LukaschekSchreiben Adenauers zur Entlassung von Heinemann.Portrait: Robert Lehr

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[I.] Gedenktag des Bundes

Der Bundesminister des Innern erinnert an die wiederholt erhobene Forderung, für die Kriegsopfer einen Gedenktag zu veranstalten. Die Länder seien der Meinung, daß man dieses Gedenken in Verbindung bringen sollte mit einem Verfassungsgedenktag und einem Gedenktag für die deutsche Einheit. Es sei dafür der erste Sonntag im September vorgeschlagen worden. Der Bundespräsident sollte gebeten werden, bei der ersten Veranstaltung dieses Gedenktages die Gedenkrede zu halten.

Der Stellvertreter des Bundeskanzlers schlägt vor, die Beschlußfassung bis zum kommenden Dienstag zurückzustellen und inzwischen beim Bundespräsidenten zu klären, ob er zur Übernahme der Gedenkrede bereit sei 58.

Fußnoten

58

Heinemann wollte mit seinem Vorschlag, am 3. Sept. den Gedenktag zu feiern, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes zuvorkommen, die für Sonntag den 10. Sept. 1950 Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus vorbereitete. Die folgende Kabinettsvorlage des BMI vom 14. Aug. 1950 (B 136/3003; hier auch weitere Unterlagen) wurde dann nicht mehr behandelt, weil sich der Bundespräsident in der Zwischenzeit dagegen ausgesprochen hatte, einen „Totengedenktag und eine Art von Verfassungsfeier" zusammenzulegen. Schließlich wurde am 7. Sept. 1950, am Jahrestag der ersten Versammlung des Bundestages, eine Feierstunde veranstaltet (Stenographische Berichte Bd. 5 S. 3085-3089 und NL Adenauer/04.01). - Vgl. auch BT-Drs. Nr. 46 und 431. - Fortgang 163. Sitzung am 20. Juli 1951 TOP F.

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