2.64.12 (k1950k): C. Ausbau des Flughafens Lohausen

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Titelblatt: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung 1950Portrait Walter StraußPortrait Hans LukaschekSchreiben Adenauers zur Entlassung von Heinemann.Portrait: Robert Lehr

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[C.] Ausbau des Flughafens Lohausen

Nach einer weiteren Mitteilung des Bundeskanzlers betreibt der Ministerialdirektor Brand 40 vom Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen den Ausbau des Flughafens Lohausen zum Großflughafen. Dieser Ausbau werde viel Geld kosten. Günstigere Voraussetzungen seien seiner Meinung nach beim Flughafen Wahn 41 gegeben. Der Bundesverkehrsminister erklärt dazu, daß infolge mangelnder Zuständigkeiten wenig gegen die Bestrebungen in Nordrhein-Westfalen unternommen werden könne. Die Angelegenheit soll dem bei der Beratung dieses Punktes nicht anwesenden Bundesfinanzminister im Hinblick darauf mitgeteilt werden, daß Lohausen über Besatzungskosten finanziert worden ist 42.

Fußnoten

40

Dr. Leo W. Brandt (1908-1971). 1945-1949 Generaldirektor der Rheinischen Bahngesellschaft AG; 1949-1953 Ministerialdirektor und ab 1953 StS im Wirtschafts- und Verkehrsministerium NRW.

41

Siehe Sondersitzung am 2. Nov. 1950 TOP 4.

42

Die Flugplätze Lohausen (Düsseldorf) und Wahn (Köln-Bonn) waren wie alle anderen von den Besatzungsmächten beschlagnahmten Flugplätze mit Mitteln aus dem Besatzungskostenhaushalt ausgebaut worden. Dabei war Lohausen als Zivilflughafen geplant. Der Ausbau erfolgte aufgrund von „Auftragshaushalten", die später von der Flughafengesellschaft übernommen werden sollten, an der das Land Nordrhein-Westfalen und kommunale Körperschaften, nicht aber der Bund beteiligt sein sollten. (Vermerk vom 8. Sept. 1950 in B 136/1572).

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