2.10.2 (k1951k): 2. Bericht über die Versorgungslage, BML

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 4. 1951Kabinettssitzung im Palais Schaumburg am 5. Juni 1951.Foto: Die Hochkomissare der drei Westmächte in Deutschland.Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - Verdienstkreuz am BandeFoto: Otto Lenz

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2. Bericht über die Versorgungslage, BML

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten berichtet ausführlich über die Lage und Aussichten der Versorgung mit Brotgetreide. Seine Angaben sind in einer Aufzeichnung enthalten, die an die Kabinettsmitglieder verteilt wird 25.

Eine Erhöhung der Ausmahlung des Brotgetreides wird vom Kabinett abgelehnt. Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten macht selbst auf die Bedenken gegen eine solche Maßnahme aufmerksam. Ausschlaggebend war auch die Überlegung, daß damit keine erheblichen Einsparungen erzielt werden.

Das Kabinett diskutiert ferner die Frage einer Verringerung des Schweinebestandes 26. Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten weist darauf hin, daß erfahrungsgemäß der Schweinebestand in den Monaten Januar bis März ohnehin durch die vermehrten Hausschlachtungen zurückgehe.

Die Zuckerversorgung wird von dem Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als durchaus günstig bezeichnet. Er weist insbesondere auf die erstaunliche Steigerung der einheimischen Erzeugung auf 900 000 to in diesem Jahre gegenüber 500 000 to im vergangenen Jahre hin 27.

Fußnoten

25

Vgl. 118. Sitzung am 21. Dez. 1950 TOP D. - In dem „Aide memoire" vom 27. Jan. 1951 hatte der BML dargelegt, daß die Versorgung mit Getreide bis zum Ende des Getreidejahres am 30. Juni 1951 mit Ausnahme von 50 000 Tonnen gesichert sei, wenn die Landwirtschaft den erwarteten Ablieferungen nachkomme und die geplanten Importe termingerecht eingehen würden (B 116/36226 und B 136/8677). Die Einfuhren seien allerdings durch die verspätete Zuteilung von ECA-Mitteln, durch die Schwierigkeiten bei der Frachtraumbeschaffung sowie durch Probleme in den deutsch-argentinischen Handelsbeziehungen erschwert. Der BML hatte es u. a. als notwendig bezeichnet, für die Beschaffung von 400 000 Tonnen Weizen 30 Millionen Dollar bis März zur Verfügung zu stellen und eine Erhöhung der Ausmahlung des Brotgetreides anzuordnen.

26

Der Bedarf an Futtergetreide für die 12 Millionen Schweine war vom BML mit 500 000 Tonnen angegeben worden.

27

Fortgang (Versorgung mit Getreide) 129. Sitzung am 16. Febr. 1951 TOP B.

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