2.36.6 (k1951k): F. Olympische Spiele

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 2). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 4. 1951Kabinettssitzung im Palais Schaumburg am 5. Juni 1951.Foto: Die Hochkomissare der drei Westmächte in Deutschland.Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - Verdienstkreuz am BandeFoto: Otto Lenz

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[F.] Olympische Spiele

Es wird bekanntgegeben, daß das Olympische Komitee in Wien Deutschland unter der Bedingung eingeladen habe, daß alle Zonen durch eine Delegation vertreten werden 64. Wenn eine einheitliche Vertretung nicht zustande käme, werde die Einladung an Deutschland zurückgezogen. Das Kabinett ist der Meinung, daß diese Konsequenzen in Kauf genommen werden müssen 65.

Fußnoten

64

Der Beschluß des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) vom 8. Mai 1951 sah vor, daß sich das - vom IOK bereits anerkannte - Nationale Olympische Komitee für Deutschland mit dem 1951 geschaffenen Nationalen Olympischen Komitee der DDR auf die Bildung eines einzigen Nationalen Olympischen Komitees einigen sollte (Keesing 1951 S. 2933).

65

Vgl. dazu auch die Ausführungen Adenauers in der Besprechung mit den Hohen Kommissaren am 9. Mai 1951 in Büro StS Bd. 90 und Foreign Office 1005/1124. - Eine Einigung über ein gemeinsames Olympisches Komitee wurde in Verhandlungen zwischen dem IOK und Vertretern der beiden deutschen Komitees in Lausanne am 21. Mai 1951 nicht erreicht. Nach der Konferenz wurde vom IOK bekanntgegeben, daß Deutschland bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki durch eine Mannschaft vertreten sein und das Nationale Olympische Komitee für Deutschland vorläufig als einzige deutsche olympische Organisation vom IOK anerkannt werde (Keesing S. 2950). - Fortgang 200. Sitzung am 5. Febr. 1952 TOP C.

Extras (Fußzeile):