2.49.25 (k1951k): G. Lohnverhandlungen im Kohlenbergbau

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 2). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 4. 1951Kabinettssitzung im Palais Schaumburg am 5. Juni 1951.Foto: Die Hochkomissare der drei Westmächte in Deutschland.Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - Verdienstkreuz am BandeFoto: Otto Lenz

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[G.] Lohnverhandlungen im Kohlenbergbau

Der Bundesminister für Wirtschaft teilt mit, daß eine Delegierten-Konferenz der IG-Bergbau entgegen dem Vorschlage des Vorstandes der IG-Bergbau die in Aussicht genommene Lohnregelung ablehne und an der Forderung einer Erhöhung um 14% ab 1.5.51 festhalte 76. Wenn innerhalb von 5 Tagen diese Forderung nicht angenommen werde, werde die Arbeit niedergelegt werden.

Der Bundesminister für Arbeit und der Bundestagsabgeordnete Blank machen darauf aufmerksam, daß nach der Streikordnung ein bestimmtes Verfahren eingehalten werden müsse und für den Streikbeschluß eine Zweidrittelmehrheit vorliegen müsse, die bei dem mitgeteilten Stimmverhältnis (255 : 158) nicht gegeben sei.

Das Kabinett beauftragt den Bundesminister für Wirtschaft, in dieser Sache sofort mit dem Vorsitzenden der IG-Bergbau, August Schmidt, in Verbindung zu treten 77.

Fußnoten

76

Vgl. 151. Sitzung am 5. Juni 1951 TOP I. - In der Besprechung am 13. Juni 1951, an der unter dem Vorsitz Erhards Vertreter der DKBL und der IG Bergbau teilgenommen hatten, war eine Einigung über die Lohnerhöhung nicht erreicht worden. Der Vorstand der Gewerkschaft hatte jedoch Kompromißbereitschaft erkennen lassen (Vermerke vom 15. Juni 1951 in B 102/12581 und 14527 und vom 18. Juni 1951 in B 136/1459).

77

In einer weiteren Besprechung am 28. Juni 1951 wurde eine Einigung über eine Lohnerhöhung von 12% ab 1. Mai 1951 erzielt. diesem Verhandlungsergebnis stimmten die Delegierten der außerordentlichen Generalversammlung der IG Bergbau am 3. Juli 1951 zu (Bericht vom 5. Juli 1951 aus dem BMWi in B 136/8802. - Siehe auch den Vermerk vom 29. Juni 1951 in B 136/1459. - Mitteilung des BPA Nr. 542/51 vom 28. Juni 1951).

Extras (Fußzeile):