2.58.21 (k1951k): I. Presseberichte zum Evangelischen Kirchentag

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 4. 1951Kabinettssitzung im Palais Schaumburg am 5. Juni 1951.Foto: Die Hochkomissare der drei Westmächte in Deutschland.Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - Verdienstkreuz am BandeFoto: Otto Lenz

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[I.] Presseberichte zum Evangelischen Kirchentag

In der Presse werde die Haltung der Bundesregierung gegenüber dem Evangelischen Kirchentag 76 zum Teil einseitig kritisiert 77. Gleichzeitig werde in einigen Fällen der Sowjetzonenregierung uneingeschränkte Anerkennung gezollt. Dies sei in einem von Redakteur Zehrer 78 ohne Wissen der Kirchenleitung verfaßten Aufsatz im Evangelischen Sonntagsblatt 79, Hannover, und im Schnelldienst des Deutschen Industrieinstituts geschehen.

Das Kabinett ist der Auffassung, daß solchen Auslassungen publizistisch und durch Berichtigungen entgegengetreten werden solle 80. Dr. Ernst wird gebeten, in der Berliner Presse die Zusammenhänge vom Standpunkt der Bundesregierung zu beleuchten 81.

Staatssekretär Thedieck verteilt Abdrucke von einem Brief des Präsidenten des Evangelischen Kirchentages an den Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen vom 23.7.51, der auszugsweise veröffentlicht und in diesem Zusammenhang verwertet werden soll 82.

Fußnoten

76

Vgl. 163. Sitzung am 20. Juli 1951 TOP 1.

77

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte das Fazit gezogen, Bonner und Westberliner Behörden „hätten sich wie schmollende Kinder" zurückgezogen. „Sie haben sich an Protokoll- und Prestigefragen geklammert [...]. Um nicht mit Pieck zusammenzusitzen, haben sie hunderttausend Sowjetzonenchristen allein sitzen lassen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19. Juli 1951). - Vgl. dazu die Stellungnahme des BMBR in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 23. Juli 1951.

78

Hans Zehrer (1899-1966). 1923-1931 in der Redaktion der Vossischen Zeitung; 1929-1933 Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Die Tat und der Täglichen Rundschau. 1933-1945 freier Schriftsteller und Tätigkeit im Verlag. 1948-1953 Chefredakteur der Wochenzeitung Das Sonntagsblatt; 1953-1966 Chefredakteur der Zeitung Die Welt.

79

Vgl. Sonntagsblatt vom 22. Juli 1951.

80

Vgl. dazu das Schreiben Blüchers an den Herausgeber des Sonntagsblatts, Bischof Lilje, vom 27. Juli 1951 und die diesem Schreiben beigegebene Erwiderung, um deren Veröffentlichung im Sonntagsblatt Blücher bat, in NL Blücher/79.

81

Ungezeichneter Artikel im Deutschland-Union-Dienst vom 31. Juli 1951 in B 136/5861.

82

Von Thadden-Trieglaff hatte in seinem Schreiben die Berichterstattung der Presse, aber auch die Haltung der Bundesregierung kritisiert (ebenda).

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