2.2.13 (k1952k): 13. Freigabe der Insel Helgoland, BMI

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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13. Freigabe der Insel Helgoland 41, BMI

Der Bundesminister für Verkehr erinnert zunächst an ein Schreiben an das Bundeskanzleramt, in dem gebeten wird, durch Vorstellungen bei der AHK eine erneute Bombardierung der Insel zu verhindern 42. Er teilt ferner mit, daß die Gewässer um Helgoland noch nicht minenfrei sind und längere Zeit hindurch von größeren Schiffen nicht befahren werden können. Er schlägt deshalb vor, für die Feier 43 einen Termin im Sommer in Aussicht zu nehmen. Bis dahin können auch die Trümmer soweit beseitigt werden, daß eine Feier in würdiger Form mit großer Beteiligung möglich ist. Das Kabinett billigt die Vorlage und die Vorschläge des Bundesministers für Verkehr ebenso wie den Vorschlag des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen, eine zuschlagfreie Helgoland-Gedenkmarke herauszugeben 44.

Fußnoten

41

Vgl. 132. Sitzung am 27. Febr. 1951 TOP B. - Helgoland hatte seit 1948 als Bombenabwurfplatz für die britische und amerikanische Luftwaffe gedient. In zahlreichen Entschließungen der Länderparlamente von Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen und seit 1949 auch von der Bundesregierung war die Einstellung der Bombenabwürfe und die Freigabe der Insel zur Wiederbesiedlung gefordert worden (Vorgänge dazu in B 106/2632 f. und B 136/4365). Unter der Voraussetzung, daß von deutscher Seite andere Bombenziele zur Verfügung gestellt würden, hatte der britische Hochkommissar dem Bundeskanzler am 26. Febr. 1951 mitgeteilt, Helgoland bis zum 1. März 1952 freizugeben (ebenda).

42

Angesprochen ist vermutlich das Schreiben des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Walter Bartram, vom 23. Dez. 1950 (ebenda).

43

Mit Vorlage vom 19. Dez. 1951 (B 136/4366 und B 106/2633) hatte Lehr - einer Anregung des Leiters der „Deutschen Aktion", Hubertus Prinz zu Löwenstein, folgend (siehe dessen Schreiben an Lehr vom 17. Nov. 1951 ebenda) - vorgeschlagen, die Freigabe Helgolands zu einer Feier auf der Insel selbst auszugestalten. Der erste Erfolg bei der Rückgewinnung eines verlorenen Gebietes sei eine erwünschte Gelegenheit zur Stärkung des Staatsbewußtseins. Veranstalter der Feier solle daher auch nicht das Land Schleswig-Holstein, sondern die Bundesregierung sein.

44

Fortgang 204. Sitzung am 26. Febr. 1952 TOP E.

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