2.22.13 (k1952k): C. Saarfrage

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[C. Saarfrage] 35

Fußnoten

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Vgl. 210. Sitzung am 25. März 1952 TOP F. - Zur Behandlung der Saarfrage, die im amtlichen Protokoll keinen Niederschlag fand, notierte Seebohm: „Kaiser zu allgemeinen politischen Fragen: Saar. Hat dazu Memorandum verfaßt: Die in Paris eingeschlagene Richtung kann nach Kaiser nicht weiter verfolgt werden. Rückwirkungen auf die Rechtsfrage für die deutschen Ostgebiete. Kein Teil des Volkes hat das Recht, über einen Teil deutschen Gebietes zu verfügen (Ausgliederung). Alles nur konzentrieren auf die Schaffung demokratischer Rechtszustände an der Saar. Lehr möchte das Thema nur in Gegenwart des Kanzlers behandeln. Er und Hellwege ähnlicher Auffassung" (NL Seebohm/7). - Hierzu schrieb Kaiser am 28. März 1952 an den Bundeskanzler, er habe die Saarfrage trotz seiner Abwesenheit angeschnitten, da „ich einfach Gefahr im Verzuge sehe". Dem Schreiben legte Kaiser ein Memorandum über seine Auffassungen mit der Bitte um Beachtung bei (NL Adenauer/III 23 und NL Thedieck/143). - Adenauer antwortete Kaiser am 31. März 1952: „Ihren Brief vom 28. März habe ich erhalten. Ich verstehe und würdige Ihre Bedenken. Alle diese Fragen werden untersucht und ich werde sie in einer besonderen Sitzung zur Sprache bringen. Ob schon in dieser Woche kann ich nicht sagen, da ich Wert darauf lege, daß möglichst viele Mitglieder des Kabinetts anwesend sind. Es geschieht zur Zeit überhaupt nichts in der Angelegenheit. Ich habe es etwas peinlich empfunden, daß Sie die Frage während meiner Abwesenheit im Kabinett zur Sprache gebracht haben. Herr Lehr hatte die Freundlichkeit, mit mir vorher über seine Bedenken zu sprechen" (ebenda und Rhöndorfer Ausgabe 1951-1953 S. 193). - Siehe dazu auch das Schreiben Lehrs an Adenauer vom 28. März 1952 in NL Lehr/26. - Fortgang 212. Sitzung am 1. April 1952 TOP B a.

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