2.33.2 (k1952k): B. Howaldts-Werke

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[B.] Howaldts-Werke

Der Bundesminister der Finanzen berichtet über den Stand der Verhandlungen über den Verkauf der Howaldts-Werke AG. Die Käufergruppe sei zu seiner Überraschung, ohne besondere Schwierigkeiten zu machen, auf die vom Kabinett in der Sondersitzung vom 7.5.1952 formulierten Bedingungen eingegangen 13; auch im übrigen sei im wesentlichen Übereinstimmung erzielt worden.

Das Kabinett erörtert die Frage, ob der Kaufvertrag auf dieser Grundlage abgeschlossen werden solle. Der Bundesminister für Wirtschaft äußert das Bedenken, nach Bemerkungen des 1. Bürgermeisters von Hamburg bestehe kaum die Gewähr dafür, daß die Käufergruppe die Werft zum Nutzen der deutschen Volkswirtschaft pfleglich behandeln werde 14.

Demgegenüber führt der Bundesminister für Verkehr aus, daß die Käufergruppe über eine große Tankerflotte verfüge, für die sie eine Reparaturwerft haben wolle. Sie beabsichtige nach seinen Informationen die Reparaturen künftig nicht mehr in England, sondern in den Howaldts-Werken auszuführen.

Der Staatssekretär des Bundeskanzleramtes teilt mit, daß der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein nicht nur keine Einwendungen gegen die Käufergruppe habe, sondern im Gegenteil den Verkauf an diese Gruppe sehr befürworte.

Das Kabinett beschließt, den Bundesminister der Finanzen zu ermächtigen, mit der Käufergruppe zunächst weiter zu verhandeln 15.

Die Punkte der Tagesordnung werden wie folgt behandelt;

[Es folgen TOP 1 bis 7 dieser Sitzung.]

Fußnoten

13

Vgl. Sondersitzung am 7. Mai 1952 TOP 3.

14

Vgl. dazu den Vermerk vom 5. Mai 1952 in B 102/75929.

15

Der Verkauf scheiterte nach einem Vermerk des BMWi vom 17. Juli 1952 (ebenda) vor allem daran, daß die deutsche Käufergruppe die Bedingungen nicht anerkennen wollte. Weitere Bemühungen der Bundesregierung um eine Privatisierung der Howaldts-Werke zogen sich noch bis in die dritte Legislaturperiode hin und wurden schließlich aufgegeben (ebenda). - Fortgang 43. Sitzung am 8. Sept. 1954 TOP 7.

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