2.4.5 (k1952k): A. Flughafen Wahn

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[A.] Flughafen Wahn

Der Bundeskanzler hat den Wunsch, daß der Flughafen Wahn von mehr Fluggesellschaften als bisher angeflogen wird. Der Bundesverkehrsminister berichtet dazu über seine letzten Verhandlungen mit der American Airways. Er sichert zu, daß er sich weiterhin um den Ausbau des Flughafens als Zivilflughafen bemühen wird 13.

Fußnoten

13

Die Bundesregierung hatte sich seit Ende 1949 um die Freigabe des 1945 von der britischen Besatzungsmacht beschlagnahmten Flughafens Wahn bemüht, um die Bundeshauptstadt an den zivilen Flugverkehr anzuschließen (vgl. 28. Sitzung am 6. Dez. 1949 TOP H). Die Britische Hohe Kommission hatte im Herbst 1950 die Inbetriebnahme des Flughafens für einen beschränkten zivilen Luftverkehr gestattet, der am 1. Febr. 1951 aufgenommen worden war. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die meisten ausländischen Fluggesellschaften bereits dafür entschieden, den Flughafen Düsseldorf anzufliegen, so daß Wahn bisher nur von British European Airways und der belgischen Gesellschaft Sabena benutzt worden war. Die Anfang 1952 aufgenommenen Verhandlungen des BMV mit einer Reihe ausländischer Fluggesellschaften, darunter der Pan American World Airways, scheiterten daran, daß die Gesellschaften erklärten, die Unsicherheit der Besitzverhältnisse des Flughafens Wahn hindere sie, Mittel für den Anflug des Flughafens zu investieren oder Wahn in ihre Flugrouten einzubeziehen (Schreiben des BMV vom 20. Febr. und Schreiben Adenauers an den Britischen Hohen Kommissar vom 8. April 1952 in B 136/1572). Die Verhandlungen mit der britischen Besatzungsmacht über eine vollständige Freigabe des Flughafens (Unterlagen dazu in B 136/1573) führten zur Übergabe des Flughafens an die deutschen Behörden am 18. Juli 1957 (Bulletin vom 19. Juli 1957 S. 1224).

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