2.44.19 (k1952k): I. Tagung des Internationalen Arbeitsamtes in Genf

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[I.] Tagung des Internationalen Arbeitsamtes in Genf 40

Der Bundesminister für Arbeit stellt zur Erörterung, ob er auf dieser Tagung entsprechend der an ihn herangetragenen Bitte über Arbeitgeber- und Arbeitnehmerprobleme in deutscher Sicht und über die Behandlung der Mitbestimmungsfrage sprechen solle. Das Kabinett hat dagegen keine Bedenken 41.

Der Bundesminister für Arbeit berichtet ferner darüber, daß der jugoslawische Arbeitsminister gelegentlich dieser Tagung voraussichtlich mit dem Anliegen an ihn herantreten werde, einige deutsche Facharbeiter für Jugoslawien zur Verfügung zu stellen und andererseits etwa 1000 jungen Jugoslawen eine Berufsausbildung in Deutschland zu ermöglichen 42. Das Kabinett ist damit einverstanden, daß der Bundesminister für Arbeit sich auf ein derartiges Gespräch einläßt, zumal sich dabei voraussichtlich die Gelegenheit ergeben wird, die Frage der Rückführung der sich noch in jugoslawischer Hand befindlichen Kriegsgefangenen 43 mit besonderer Aussicht auf Erfolg nochmals anzuschneiden 44.

Fußnoten

40

Der 1919 im Rahmen des Völkerbundes mit Sitz in Genf gegründeten Internationalen Arbeitsorganisation, aus der das Deutsche Reich 1933 ausgetreten war, gehörte die Bundesrepublik seit Juni 1951 an. Zu ihrer Beteiligung an der am 4. Juni 1952 eröffneten dreiwöchigen Tagung siehe Mitteilung des BPA Nr. 550/52 vom 30. Mai 1952.

41

Siehe die Ansprache Storchs in Genf am 17. Juni 1952 in Bulletin vom 26. Juni 1952 S. 796-798.

42

Der BMA war vom Internationalen Arbeitsamt mit Schreiben vom 14. Febr. 1952 gebeten worden, sich an einer Vereinbarung der Arbeitsorganisation mit Jugoslawien über technische Hilfeleistung zu beteiligen. Nach Besprechungen mit der Arbeitsorganisation, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem DGB hatte der BMA im April 1952 eine Unterstützung dieses Projektes in Aussicht gestellt und im Mai 1952 organisatorische Maßnahmen zur Aufnahme jugoslawischer Arbeiter in deutschen Betrieben und zur Entsendung deutscher Instruktoren nach Jugoslawien eingeleitet (B 149/6304).

43

Vgl. 58. Sitzung am 13. April 1950 TOP J.

44

Fortgang 242. Sitzung am 28. Aug. 1952 TOP A.

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