2.47.12 (k1952k): A. Zwischenfall auf dem Schlesiertreffen in Hannover

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[A.] Zwischenfall auf dem Schlesiertreffen in Hannover

Der Zwischenfall 23 wird unter Zugrundelegung der Darstellung der Bundesminister für Vertriebene und für gesamtdeutsche Fragen sowie der Staatssekretäre Dr. Lenz und Bleek ausführlich erörtert.

Hieran anknüpfend betont der Bundeskanzler mit Nachdruck, daß es sich die Mitglieder der Bundesregierung mehr als bisher angelegen sein lassen sollten, insbesondere bei ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit eine einheitliche Haltung zu zeigen 24.

Fußnoten

23

Auf dem 3. Bundestreffen der Schlesier hatte der niedersächsische Ministerpräsident Kopf am 21. Juni 1952 dem Bundestag in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung das Recht abgesprochen, über das deutsch-alliierte Vertragswerk zu entscheiden. Mehrere Vertreter der Bundesregierung hatten nach diesen Äußerungen die Veranstaltung unter Protest verlassen. Kopf war von den Versammelten durch das demonstrative Absingen des Deutschlandliedes daran gehindert worden, seine Ausführungen fortzusetzen. Siehe Mitteilung des BPA Nr. 617/52 vom 21. Juni 1952. Zu dem Treffen siehe auch Neue Deutsche Wochenschau 126/52.

24

Lenz vermerkte hierzu: „Er [Adenauer] halte es für richtig, daß wir weggegangen sind [...]. J. Kaiser verteidigt sein Dableiben sehr heftig. Das sei mit Rücksicht auf die anwesenden Schlesier nötig gewesen" (NL Lenz/Tagebuch).

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