2.49.11 (k1952k): B. Zuckerpreise

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 4). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[B.] Zuckerpreise

Der Bundeskanzler beanstandet, daß in der Presse über eine Erhöhung des Zuckerpreises 44 geschrieben wird. Besonders widerspruchsvoll sei die dafür gegebene Begründung. Eine Erhöhung des Zuckerpreises sei nicht nur politisch unklug, sondern auch ungerechtfertigt. Der Bundesernährungsminister bestreitet, daß die Pressemeldungen durch das Bundesernährungsministerium veranlaßt worden seien; sein Ministerium sei allerdings bereit gewesen, sich mit einer Überschreitung des Höchstpreises für Zuckerrüben um 25 Pfg. einverstanden zu erklären, wenn die Zuckerrübenfabriken örtlich dazu in der Lage sind 45. Der Bundeskanzler erklärt darauf, daß eine Preiserhöhung überhaupt nicht in Betracht komme 46. Er bittet den Bundesernährungsminister, die Öffentlichkeit durch eine entsprechende Erklärung zu beruhigen 47.

Fußnoten

44

Das Kabinett hatte am 26. Sept. 1951 die Festsetzung des Zuckerpreises auf 1,32 DM/kg beschlossen (vgl. 175. Sitzung am 26. Sept. 1951 TOP 19). - VO über Preise für Zucker vom 3. Okt. 1951 (BAnz. Nr. 192 vom 4. Okt. 1951).

45

Der Zuckerrübenpreis war mit Wirkung vom 1. Juni 1951 auf 6, - DM je 100 kg festgesetzt worden (VO über Preise für Zuckerrüben der Ernte 1951 in BAnz. Nr. 108 vom 8. Juni 1951).

46

Seebohm notierte die Bemerkung Adenauers: „Es gibt keine Preiserhöhungen für landwirtschaftliche Produkte bis zur Wahl" (NL Seebohm/8).

47

Eine entsprechende Erklärung des BML konnte nicht ermittelt werden. - Fortgang 252. Sitzung am 10. Okt. 1952 TOP 4.

Extras (Fußzeile):