2.49.13 (k1952k): D. Kongreß der Freien Völker in Düsseldorf

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[D.] Kongreß der Freien Völker in Düsseldorf

Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen fragt an, welche Stellung das Kabinett zu diesem Kongreß einzunehmen beabsichtige 54. Durch ein Flugblatt seien die Beteiligung und Referate auch von Mitgliedern der Bundesregierung angekündigt worden, ohne daß - wie festgestellt wird - mit diesen vorher Verbindung aufgenommen worden ist. Es wird weiter mitgeteilt, daß die SPD ihre Mitglieder zurückgezogen und dies den Kabinettsmitgliedern angezeigt habe 55. Wenn auch von verschiedenen Seiten Zurückhaltung empfohlen wird, so soll doch nochmals eine genaue Überprüfung erfolgen. Ein Beschluß wird nicht gefaßt 56.

Fußnoten

54

Der Plan zu dem Kongreß ging auf eine Initiative des Vorsitzenden des Bundes der Verfolgten des Naziregimes (BVN), Peter Lütsches, zurück. Zusammen mit einigen anderen internationalen Widerstandsgruppen hatte der BVN den Kongreß für die Zeit vom 17. bis 20. Juli 1952 nach Düsseldorf einberufen. Die Bundesregierung war von Lütsches mit Schreiben vom 20. und 27. Juni 1952 um eine Unterstützung des Kongresses gebeten und zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen worden. Der Kongreß sollte laut Tagesprogramm ein Versuch sein, die zahlreichen Gruppen und Organisationen, die sich als Gegner des Stalinismus bezeichneten, zusammenzuführen (Unterlagen in B 136/4428).

55

Siehe das Schreiben des Parteivorstandes der SPD vom 26. Juni 1952 (ebenda).

56

Im Auftrag und in Vertretung von Staatssekretär Lenz nahm Ministerialrat Spieler am ersten Tag der Veranstaltung teil. - Zum Verlauf und zur Bewertung des Kongresses siehe insbesondere die Vermerke vom 22. und 28. Juli 1952 (ebenda).

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