2.54 (k1952k): 236. Kabinettssitzung am 18. Juli 1952

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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Text

236. Kabinettssitzung
am Freitag, den 18. Juli 1952

Teilnehmer 1: Adenauer, Lehr, Dehler, Schäffer, Erhard, Storch, Seebohm, Schubert, Neumayer, Lukaschek, Kaiser, Hellwege; Bleek (zeitweise), Hallstein, Hartmann, von Lex (zeitweise), Sonnemann, Wandersleb, Westrick; Klaiber; Krueger; Blank; Füßlein (zu TOP 1), Mueller-Graaf 2 (zu TOP A); die Mitglieder des Bundestages Scharnberg (bis 11.10 Uhr) und Vogel 3 (bis 10.00 Uhr). Protokoll: Petz.

Ort: Bundeshaus

Beginn: 9.30 Uhr

Ende: 13.50 Uhr

Der Bundeskanzler heißt den neu ernannten Bundesminister für Wohnungsbau, Herrn Fritz Neumayer, im Kabinett willkommen. Der Bundesminister für Wohnungsbau dankt dem Bundeskanzler für das in ihn gesetzte Vertrauen 4.

Fußnoten

1

Schäffer, Erhard und Lukaschek verließen die Sitzung zeitweise wegen Teilnahme an der gleichzeitigen Sitzung des Bundestages (siehe Stenographische Berichte Bd. 12 S. 10159 A-10214 D).

2

Dr. Carl Hermann Mueller-Graaf (1903-1963). 1931-1945 RMWi und Generalinspektor für Wasser und Energie (Ministerialrat); 1949-1953 BMWi (1950 Ministerialrat), 1953-1961 Leiter der deutschen Handelsdelegation und Botschafter in Wien, anschließend Vertreter bei der OECD in Paris.

3

Dr. Rudolf Vogel (geb. 1906). 1945-1947 Arbeitseinsatzleiter bei den Arbeitsämtern Stuttgart, Aalen, Ulm und Ludwigsburg, anschließend Abteilungsleiter im Deutschen Büro für Friedensfragen; 1948-1949 Mitglied des Frankfurter Wirtschaftsrates; 1949-1964 MdB (CDU), bis Okt. 1953 Vorsitzender des BT-Ausschusses für Fragen des Rundfunks, der Presse und des Films; 1964-1968 Chef der deutschen Vertretung bei der OECD in Paris; 1968-1969 StS im Bundesschatzministerium.

4

Neumayer war am 8. Juli 1952 von der FDP-Fraktion des Bundestages als Nachfolger Wildermuths vorgeschlagen (siehe das Schreiben Schäfers an Adenauer vom 9. Juli 1952 in B 136/4700) und am 15. Juli 1952 vom Bundespräsidenten ernannt worden. Zur vorausgehenden Diskussion im Bundesvorstand der FDP, der sich für die Kandidatur von Hermann Schäfer ausgesprochen hatte, siehe das Protokoll des FDP-Vorstandes vom 6. Juli 1952 in NL Blücher/232. Zu den Bedenken der CDU/CSU-Fraktion gegen Neumayer vgl. das (nicht abgesandte) Schreiben von Brentanos an Adenauer vom 17. Juli 1952 in NL Brentano/155 Bl. 414-415. Zur Ernennung Neumayers vgl. auch Bulletin vom 19. Juli 1952 S. 928.

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