2.54.15 (k1952k): G. Vertreter des DGB für die Hohe Behörde

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[G.] Vertreter des DGB für die Hohe Behörde

Der Bundeskanzler verliest das Schreiben des DGB vom 16.7.52, in dem der DGB die Benennung des Herrn Dr. Deist aufrecht erhält 45.

Das Kabinett ist sich darüber einig, daß man eine formelle Ablehnung eines von deutscher Seite vorgeschlagenen Vertreters nicht riskieren könne und wird die vermutliche Haltung der beteiligten Staaten zu der vorgeschlagenen Persönlichkeit in vorsichtiger Form erkunden und daraus die entsprechenden Konsequenzen ziehen 46.

Fußnoten

45

Vgl. 234. Sitzung am 11. Juli 1952 TOP A c. - Dem Schreiben (B 136/1243) hatte der DGB Unterlagen beigefügt, nach denen Bedenken gegen Deist wegen seiner Zugehörigkeit zur NSDAP als unbegründet anzusehen waren. Das Schreiben enthielt ferner den Vorschlag, Dr. Heinz Potthoff zu benennen, falls sich die Mitgliedsländer nicht einstimmig für Deist entscheiden sollten.

46

Mit Schreiben vom 25. Juli 1952 teilte Adenauer dem DGB-Vorsitzenden Fette mit, er habe wegen der möglichen Wahl Deists mit Außenminister Schuman gesprochen. Schuman habe deutlich gemacht, daß sich die Bundesregierung der Gefahr aussetzen würde, eine Ablehnung zu erhalten. Er habe es unter diesen Umständen „für richtig gehalten, Herrn Deist nicht vorzuschlagen, sondern Herrn Potthoff, der dann auch, wie Sie in der Zwischenzeit gehört haben werden, gewählt worden sei" (ebenda). Vgl. auch 238. Sitzung am 29. Juli 1952 TOP D.

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