2.59.22 (k1952k): G. Verkaufsverhandlungen über die Zeche Constantin der Große

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[G. Verkaufsverhandlungen über die Zeche Constantin der Große]

Dr. Westrick unterrichtet das Kabinett über den Stand der Verkaufsverhandlungen über die Zeche Constantin der Große. Die Prüfung innerhalb des Bundeswirtschaftsministeriums sei noch nicht abgeschlossen, wahrscheinlich werde aber keine Grundlage für einen Einspruch gegen den geplanten Verkauf an eine französische Eisengruppe bestehen 62. Das Ergebnis der Aussprache kann dahin zusammengefaßt werden, daß die wirtschaftliche Bedeutung der Zeche zwar nicht übermäßig groß ist, dem geplanten Verkauf an das Ausland aber im Hinblick auf die Neuordnung an der Ruhr eine gewisse grundsätzliche Bedeutung zukommt 63.

Fußnoten

62

Die Firma Krupp hatte im Zuge der Neuordnung ihres Vermögens (vgl. 237. Sitzung am 25. Juli 1952 TOP K) Verhandlungen mit einer Gruppe der französischen Eisenindustrie über den Verkauf ihres Aktienanteils an der Zechengesellschaft Constantin der Große (51%) eingeleitet (B 102/21362).

63

Die von der DKBL angestrebte Neuordnung zielte darauf, alle Zechengesellschaften zum Beitritt zu einem gemeinschaftlichen Ruhrkohlenvertrieb zu bewegen (vgl. auch 223. Sitzung am 27. Mai 1952 TOP D). Von der Bundesregierung wurde befürchtet, daß mit einer Verstärkung des französischen Einflusses auf den deutschen Steinkohlenbergbau der Beitritt der Zechengesellschaft verhindert würde (siehe dazu die Vermerke Westricks vom 13. Aug. und Kattenstrohts vom 15. Aug. 1952 in B 102/21362). Der Verkauf der Aktienanteile Krupps an die französische Industrie kam nicht zustande (ebenda).

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