2.68.13 (k1952k): 13. Zersplitterung des Messewesens, BMWi

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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13. Zersplitterung des Messewesens, BMWi

Der Bundesminister für Wirtschaft stellt zur Erörterung, ob es nicht zweckmäßig sei, eine gesetzliche Handhabe dafür zu schaffen, daß die Mustermessen von der Bundesregierung auf einen einheitlich bestimmten Zeitraum gelegt werden können. Das bloße Bestehen eines derartigen Gesetzes würde voraussichtlich genügen, um der auf die Dauer untragbaren Zersplitterung des Messewesens durch eine Vereinbarung der Träger der Messen ein Ende zu bereiten 30. Die Frage sei wegen der wachsenden Konkurrenz der Mailänder Mustermesse 31 von wesentlicher Bedeutung.

Der Stellvertreter des Bundeskanzlers hält ein derartiges Gesetz vor den Wahlen für politisch unzweckmäßig, weil es voraussichtlich eine sehr starke abfällige Reaktion der Öffentlichkeit auslösen würde. Auf seinen Vorschlag beschließt das Kabinett, den Bundesminister für Wirtschaft zu bitten, zunächst eine ausführliche schriftliche Darlegung seines Plans vorzulegen 32.

Fußnoten

30

Der BMWi hatte in der Vorlage (B 136/7615) ausgeführt, daß an die Stelle des früheren deutschen Messeplatzes Leipzig die Messen in Frankfurt/Main, Hannover und Köln getreten seien, deren Wettbewerb untereinander insbesondere der deutschen Exportwirtschaft Nachteile zufüge. Vorschläge des Ausstellungs- und Messeausschusses der Wirtschaft, dem durch die Festlegung auf ein Messeprogramm entgegenzuwirken, seien bisher am Widerstand der Messeleitung gescheitert.

31

Siehe dazu die Wirtschaftsberichte der deutschen Auslandsvertretungen in Italien sowie Berichte von Firmen und Messegesellschaften in B 102/6009.

32

Fortgang 260. Sitzung am 21. Nov. 1952 TOP 8.

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