2.69.3 (k1952k): C. Saarfrage

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[C. Saarfrage]

Schließlich schildert der Bundeskanzler Verlauf und Inhalt des ersten Gespräches mit den Vertretern der deutschen Saar-Parteien, das heute nachmittag fortgesetzt werden soll. Verschiedene Kabinettsmitglieder äußern ihre Ansicht zu den behandelten Fragen 9.

Fußnoten

9

Vgl. 248. Sitzung am 19. Sept. 1952 TOP B. - Seebohm notierte dazu: „Saargespräche: Vertreter der neuen Saarparteien schieden mit Befriedigung. Kehren heute zurück. Adenauer: Ablauf: Parteienzulassung, freie Wahlen, Besprechung des neugewählten Landtages mit Frankreich. Hat Bedenken, wegen Frage des Wahlausganges bei genügender Zeit zum Wahlkampf. Die neuen Parteien haben weder Druckereien, noch Kinos, noch Einfluß auf Banken und Wirtschaft. Die Vertreter der 3 Parteien haben die Frage eines guten Wahlausganges nicht bejaht. Ein Wahlsieg der Saarpartei Hoffmanns in freien Wahlen würde ihn vor der Welt legitimieren. Die Zeit arbeitet nicht unbedingt für Deutschland, eher für Frankreich. Starke wirtschaftliche Stellung von Hoffmann und den Franzosen. Interview Hoffmanns im Rhein[ischen] Merkur. Sorge wegen des Vorschlags der Volksabstimmung bei ungeklärter Zielsetzung (verschwommener Begriff der Europäisierung) bei Enthaltsamkeit D[eutschlands] und Frankreichs. Kaiser: zuversichtlich wegen Wahlausgang an der Saar. Besorgnis über Entwicklung Rh[einischer] Merkur. Saar scheut Lastenausgleich und Vertriebenenaufnahme, scheut höhere Steuerbelastung. Lehr: Landtagspräsident der Saar: Bevölkerung grundsätzlich deutsch, aber in Europäisierung Chance: Abrundung des Territoriums unter Rückgabe deutscher Gebietsteile. [Vgl. dazu die „Notiz betr. Saar" vom 16. Sept. 1952 in B 137/3400]. Storch: Stärke unserer Position liegt in der Zugehörigkeit der Saar zur Diözese Trier" (NL Seebohm/8). - An dem Gespräch des Bundeskanzlers mit Ney, Conrad und Becker am 26. Sept. 1952 nahmen Globke, Blankenhorn und zeitweise von Eckardt und Erhard teil. Siehe dazu das Wortprotokoll (22 Seiten) in NL Blankenhorn/14 und Mitteilung des BPA Nr. 962/52 vom 26. Sept. 1952 sowie die Pressekonferenz Heinrich Schneiders vom 26. Sept. 1952 in B 145 I/24. - Fortgang 252. Sitzung am 10. Okt. 1952 TOP C.

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