2.70.3 (k1952k): 3. Aufsichtsrat der Lastenausgleichsbank A. G., Bad Godesberg, BMVt

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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3. Aufsichtsrat der Lastenausgleichsbank A. G., Bad Godesberg, BMVt

Nach eingehender Aussprache, an der sich die Bundesminister für den Marshallplan, des Innern, der Finanzen und für Vertriebene beteiligen, beschließt das Kabinett:

a)

In den Aufsichtsrat sollen die auf Seite 2 der Vorlage des Bundesministers für Vertriebene vom 6.9.52 9 unter Nr. 1-15 aufgeführten Personen neu gewählt werden, nicht dagegen der unter Ziff. 16 aufgeführte Helmuth Gossing (so ist die Parität zwischen den Vertriebenen und den Sachgeschädigten im Aufsichtsrat gewahrt) 10.

b)

Der Abgeordnete Dr. Kather bleibt Vorsitzender des Aufsichtsrates.

c)

Stellvertretender Vorsitzender wird Dr. von Manteuffel 11.

d)

Ein weiterer stellvertretender Vorsitzender wird vom Bundesminister des Innern namhaft gemacht.

e)

Der bisherige Stellvertretende Vorsitzende, Ministerialrat von Aulock 12, wird zum Vorstand der Bank delegiert.

Auf Anregung des Bundesministers der Finanzen ist das Kabinett darüber einig, daß aus der Delegation des Herrn von Aulock zum Vorstand für die Zukunft keine Berufungen hergeleitet werden können 13.

Fußnoten

9

Vgl. 231. Sitzung am 1. Juli 1952 TOP E. - In der Vorlage (B 136/2336) hatte Lukaschek dem Kabinett vier Alternativvorschläge zur Zusammensetzung des Aufsichtsrates unterbreitet, nachdem Ressortverhandlungen über diese Frage zu keiner Einigung geführt hatten (Vermerk vom 7. Aug. 1952, ebenda).

10

Die von den Sachgeschädigten geforderte Parität gegenüber den Vertriebenen hatte der BMI unterstützt (Schreiben des BMI vom 24. Okt. 1952, ebenda).

11

Dr. Georg Baron von Manteuffel-Szoege (1881-1962). 1914-1918 Tätigkeit im Kurländischen Kreditverein und der Raiffeisengenossenschaft Posen; 1918-1920 Abgeordneter im Baltischen Volksparlament; 1923 bis 1945 - mit Unterbrechungen - Verwalter des mütterlichen Besitzes in Polen; seit 1946 Vorsitzender des Beirates bei der Arbeitsgemeinschaft deutscher Flüchtlingsverwaltungen; 1950-1953 Präsident des Hauptamtes für Soforthilfe; 1953-1962 MdB (CDU).

12

Wilhelm von Aulock (geb. 1900). Nach 1929 Prokurist der Landwirtschaft Bank AG, Danzig; 1949-1968 im BMVt, zuletzt Ministerialdirektor; Verwaltungsratsvorsitzender des Europäischen Wiedereingliederungsfonds und Verwaltungsmitglied der Deutschen Pfandbriefanstalt.

13

Lukaschek hatte den Verzicht auf den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat zugunsten des Präsidenten des Hauptamtes für Soforthilfe von der Delegation seines Vertreters zum Vorstand der Bank abhängig gemacht. Schäffer hatte diesen Vergleichsvorschlag abgelehnt (Vermerk vom 23. Sept. 1952 in B 136/2336). - Fortgang 258. Sitzung am 14. Nov. 1952 TOP 3.

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