2.90.8 (k1952k): A. Schleswig-Holsteinische Zuckerfabrik

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 5. 1952Das erste Kabinett Adenauer vor dem Palais SchaumburgPortrait Jakob KaiserFranz Böhm (nicht im Bild Nahum Goldmann und Moshe Sharett)Adenauer, Acheson und Schuman

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[A.] Schleswig-Holsteinische Zuckerfabrik

Der Bundesminister für den Marshallplan berichtet über einen Besuch des Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Lübke 21. Außerdem liegt dem Kabinett ein Vermerk der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung vom 18. 12. 52 vor 22. Der Bundesminister für den Marshallplan führt aus, daß er versuchen wolle, die Zurücknahme des Beschlusses des Kreditausschusses des Verwaltungsrates der Kreditanstalt für Wiederaufbau zu erreichen. Sollte dies nicht gelingen, dann sei daran zu denken, den Kredit als reinen Durchlaufkredit zu behandeln, wobei er sich bereit erkläre, das Wagnis zu Lasten des von ihm verwalteten Sondervermögens zu übernehmen. Aus politischen Gründen sei es unerläßlich, eine Regelung zu finden.

Das Kabinett nimmt diese Ausführungen zur Kenntnis und stimmt ihnen zu 23.

Fußnoten

21

Vgl. 251. Sitzung am 7. Okt. 1952 TOP 2. - Lübke und Sonnemann hatten in einer Besprechung im BML am 15. Okt. 1952 Einvernehmen darüber erzielt, daß die wirtschaftliche Grundlage für die Errichtung der Zuckerfabrik gegeben war (Niederschrift in B 116/16893).

22

Nach dem Vermerk (B 136/685) hatte Blücher am 30. Okt. 1952 Lübke mitgeteilt, Schleswig-Holstein den vorgesehenen ERP-Kredit von 15 Millionen DM zum 31. Dez. 1952 durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen. Bedenken der Kreditanstalt an der Rentabilität der Fabrik hatten Lübke zu der Bitte an die Bundesregierung veranlaßt, die Auszahlung des Kredits sicherzustellen.

23

Die Kreditanstalt erklärte sich lediglich bereit, den Kredit treuhänderisch zu Lasten des ERP-Sondervermögens zu verwalten. Mit dem Bau der Fabrik wurde im April 1953 begonnen. Die Inbetriebnahme erfolgte im Nov. 1953. (B 116/16893.)

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