2.44.2 (k1960k): B. Luftzwischenfall

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 13. 1960Flugblatt des BeamtenbundesAm 16. August 1960 werden in Berlin neue Warenlisten und Vereinbarungen für den innerdeutschen Handel unterzeichnet Broschüre zur LebensmittelbevorratungSchreiben Adenauers betr. Salzgitter-Konzern

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[B.] Luftzwischenfall

Der Bundeskanzler stellt die Frage, wann die Öffentlichkeit damit rechnen könne, über das Ergebnis der Untersuchungen in dem englisch-deutschen Luftzwischenfall unterrichtet zu werden. Der Bundesminister für Verteidigung gibt dem Kabinett die Gründe für die verzögerte Bekanntgabe des Untersuchungsergebnisses und seine wesentlichen Einzelheiten bekannt 2. Er hebt hervor, daß die Maschine der englischen Königin zu keinem Zeitpunkt durch die deutschen Militärflugzeuge wirklich gefährdet gewesen sei. Den deutschen Piloten sei - im Gegensatz zu den Flugzeugführern der Comet-Maschine - nur ein einziger Fehler unterlaufen. Mit einer Verlautbarung, die diesem eindeutigen Untersuchungsergebnis widerspreche, könne er sich nicht einverstanden erklären. Deshalb habe er die Veröffentlichung des gesamten Untersuchungsberichts vorgeschlagen. Dieser Vorschlag sei aber von englischer Seite nicht akzeptiert worden 3.

Fußnoten

2

Siehe 126. Sitzung am 26. Okt. 1960 TOP A. - Unterlagen zu den Befunden der gemeinsamen deutsch-britischen Untersuchungskommission und zur Frage der Veröffentlichung in BL 1/6, zu Strauß' Ausführungen im Kabinett vgl. den Vermerk Seebohms vom 9. Nov. 1960 in Nachlass Seebohm N 1178/10b. - Laut Strauß hatte der Untersuchungsbericht als Fehler der britischen Maschine ergeben, dass diese für den Rückflug kein Datum angegeben habe, in einer anderen Höhe als ursprünglich gemeldet und damit oberhalb des kontrollierten Luftraums geflogen sei und eine völlig ungenügende Funkeinrichtung besessen habe.

3

Der Untersuchungsbericht wurde nicht veröffentlicht. Ein am 9. Nov. 1960 in London und Bonn publiziertes gemeinsames Kommuniqué des britischen Luftfahrtministeriums und des BMVtg enthielt sich jeglicher Schuldzuweisungen und stellte als Überzeugung des Ausschusses fest, dass die Gefahr eines Zusammenstoßes nicht bestanden habe (Abdruck in Bulletin Nr. 211 vom 10. Nov. 1960, S. 2038).

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