3.2 (k1960k): B. Sonstige Teilnehmer, Gäste

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 13. 1960Flugblatt des BeamtenbundesAm 16. August 1960 werden in Berlin neue Warenlisten und Vereinbarungen für den innerdeutschen Handel unterzeichnet Broschüre zur LebensmittelbevorratungSchreiben Adenauers betr. Salzgitter-Konzern

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B. Sonstige Teilnehmer, Gäste

Franz Amrehn (1912-1981)

1932-1939 Banklehre und Tätigkeit als Bankkaufmann, 1940-1945 Kriegsdienst, 1945-1955 Geschäftsführer der Eigenhausbauten für Stadt und Land GmbH, Berlin, 1952 Zulassung als Anwalt sowie 1964 als Notar, 1946-1948 Bezirksverordneter in Berlin-Steglitz, 1950-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, dort 1952-1955 Vizepräsident und 1963-1969 Vorsitzender der CDU-Fraktion, 1955-1963 Bürgermeister und Mitglied des Bundesrates, 1961-1969 Landesvorsitzender der CDU, 1969-1981 MdB.

Josef Arndgen (1894-1966)

1932-1933 Vorsitzender des Zentralverbandes Christlicher Lederarbeiter, 1933-1945 Lebensmittelkaufmann, zweimalige Verhaftung, zuletzt nach dem 20. Juli 1944, 1946-1949 MdL Hessen, 1947-1949 Minister für Arbeit und Wohlfahrt des Landes Hessen, 1949-1965 MdB (CDU), dort 1949-1957 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Sozialpolitik, 1957-1958 Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, 1952-1957 Bundesbeauftragter für die Wahlen in der Sozialversicherung.

Karl Blessing (1900-1971)

Seit 1920 Tätigkeit bei der Reichsbank, 1930-1934 abgeordnet zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), dort Abteilungsleiter, 1934-1937 Reichswirtschaftsministerium, 1937-1939 Mitglied des Reichsbankdirektoriums, 1939-1941 Vorstandsmitglied der Margarine-Union AG (Tochtergesellschaft von Unilever), 1941-1945 kriegsdienstverpflichtet in der Mineralölwirtschaft, 1948-1957 erneut Tätigkeit bei Unilever, Mitglied von Aufsichtsräten verschiedener Unternehmen, 1958-1969 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Peter Wilhelm Brand (1900-1978)

1930-1952 Prokurist und Geschäftsführer einer Präzisionswerkzeugfabrik, 1946-1949 Stadtverordneter in Remscheid (CDU), 1953-1969 MdB, dort 1960-1964 Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft und CDU/CSU-Fraktion, 1961-1969 stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses bzw. (ab 1965) des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen.

Willy Brandt (1913-1992)

Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung, 1931 Übertritt von der SPD zur SAP, 1933 Flucht über Dänemark nach Norwegen, 1940 nach Schweden, 1945 Korrespondent für skandinavische Zeitungen in Deutschland, 1947 Presseattaché an der norwegischen Vertretung (Militärmission) beim Alliierten Kontrollrat in Berlin, 1948 Vertretung des SPD-Vorstandes in Berlin und bei den alliierten Kontrollbehörden, Wiedereinbürgerung, 1949-1957, 1961 und 1969-1992 MdB (SPD), 1950-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1955-1956 dessen Präsident, 1957-1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1964-1987 Vorsitzender der SPD, 1966-1969 Bundesminister des Auswärtigen, 1969-1974 Bundeskanzler, 1976-1992 Vorsitzender der Sozialistischen Internationale.

Dr. Curt Bretschneider (1898-1966)

1926-1945 Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 1946-1948 Referent, später Leiter der Haushaltsabteilung beim Zentralhaushaltsamt für die Britische Zone in Hamburg, 1948-1963 Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebiets bzw. BML, dort 1950-1952 Leiter des Referats I 4 (Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen), 1952-1955 Leiter der Unterabteilung I A (Organisation und Haushalt), 1955-1958 Leiter der Abteilung III (Ernährungswirtschaft), 1958-1963 Leiter der Abteilung I (Allgemeine Verwaltung).

Dr. Werner Dollinger (geb. 1918)

1943-1945 Kriegsdienst, nach Kriegsende Mitbegründer der CSU, seit 1946 Leitung einer Ziegelei, 1946-1964 Stadtrat in Neustadt/Aisch (CSU), 1953-1990 MdB, 1957-1961 und 1969-1976 stellvertretender, 1961-1962 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1961-1962 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1980-1982 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, 1956-1958 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, seit 1957 Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes bzw. Präsidiums der CSU, 1964-1987 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1962-1966 Bundesschatzminister, 1966 (November-Dezember) auch Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit), 1966-1969 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1971-1991 Mitglied der Synode der EKD, 1975-1993 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU und stellvertretender Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1982-1987 Bundesminister für Verkehr.

Dr. Eduard Dreher (1907-1996)

1938-1945 Staatsanwalt in Leipzig, Dresden und Innsbruck (seit 1943 Erster Staatsanwalt in Innsbruck), 1949-1951 Rechtsanwalt in Stuttgart, 1951-1969 BMJ, dort in der Abteilung II (Strafrecht und Verfahren) 1951-1966 Leiter des Referates II 1 bzw. (ab 1961) R II 1, später (ab 1963) II R 1 (Sachliches Strafrecht, ab 1954: Reform der Strafgesetzgebung: Generalreferat), zusätzlich 1954-1961 Leiter des Referates II 2 (Strafgesetzbuch, Allgemeiner Teil), 1961-1969 (bis 1966 zusätzlich) Leiter der Unterabteilung II A.

Dr. Rudolf Franta (1913-1989)

1939-1941 Gerichtsassessor im Oberlandesgerichtsbezirk München, seit 1941 Landgerichtsrat beim Landgericht München I, 1951-1975 BMJ, dort 1951-1953 Hilfsreferent im Referat III 1 (Handelsrecht, Gesellschafts- und Bilanzrecht, Genossenschaftsrecht, Entflechtungsvorschriften), 1954-1963 Leiter des Referates III 2 bzw. (ab 1962) III A 2 (mit Zuständigkeit für verschiedene Sachgebiete des Handelsrechts, insbesondere Einzelkaufleute und Personengesellschaften, Handelsgeschäfte, Frachtrecht, handelsrechtliche Nebengesetze sowie damit zusammenhängende internationale Fragen), 1963-1966 Leiter des Referates III A 1 b bzw. (ab 1965) III A 4 (vor allem zuständig für das Recht der Kapitalgesellschaften und bergrechtlichen Gewerkschaften, Recht der Handelsbücher, Recht des Handelskaufs bzw. der Handelsgeschäfte, Seehandelsrecht, Binnenschifffahrtsprivatrecht und internationale Fragen), 1965-1969 (bis 1966 zusätzlich) Leiter des Referates III A 1 (Reform des Rechts der Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Harmonisierung des europäischen Gesellschaftsrechts), 1969-1975 Leiter der Unterabteilung III A.

Karl Gumbel (1909-1984)

1946 Oberregierungspräsidium Pfalz in Neustadt, 1947-1949 Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz, 1949-1955 Bundeskanzleramt, dort zuletzt 1953-1955 Leiter der u. a. für Inneren Dienst, Personal sowie Angelegenheiten des BMI, BMJ, BMG, BMBR, BMFa, BMAt, AA und der Dienststelle Blank bzw. des BMVtg zuständigen Unterabteilung A, 1955-1966 BMVtg, dort Leiter der Abteilung III (Personal), 1959-1964 Stellvertreter des Staatssekretärs und 1964-1966 Staatssekretär, 1967-1969 Staatssekretär im BMI.

Dr. Günther Harkort (1905-1986)

1928-1929 kaufmännischer Volontär in London und Paris, 1934-1936 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter am Institut für Weltwirtschaft in Kiel und 1937-1941 im Statistischen Reichsamt, Berlin, 1941-1943 Reichswirtschaftsministerium, 1943-1945 Kriegsdienst, 1946 Wirtschaftsministerium Württemberg-Baden, 1946 (Oktober-November) beim Beauftragten für Preisbildung und Preisüberwachung der US-Zone, 1946-1947 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone bzw. Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, Minden, 1947-1949 Deutsches Büro für Friedensfragen, Stuttgart, 1949-1952 BMM, dort Leiter der volkswirtschaftlichen Arbeitsgruppe bei der Economic Cooperation Administration (ECA) in Washington, 1952-1970 AA, dort 1952-1953 Leiter des Referates A 2 (Exportförderung und Finanzierung, unentwickelte Gebiete, Weltbank, Weltwährungsbank, ECE), Dezember 1953-1955 des Referates 400 (Grundsatzfragen der Handelspolitik), 1955-1958 Leiter der Unterabteilung 40 (Allgemeine Handelspolitik), 1958-1961 Leiter der Abteilung 4 (Handelspolitische Abteilung), 1961-1965 Botschafter bei den Europäischen Gemeinschaften, Brüssel, 1965-1969 Leiter der Abteilung III (Handels- und Entwicklungspolitik), 1969-1970 Staatssekretär.

Dr. Bruno Heck (1917-1989)

1938-1945 Wehr- bzw. Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1950-1952 Kultusministerium des Landes Württemberg-Hohenzollern, 1952-1958 Bundesgeschäftsführer der CDU, 1957-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender des Ausschusses für Kulturpolitik und Publizistik, 1962-1968 Bundesminister für Familie und Jugend, 1967-1971 Generalsekretär der CDU, 1961 Verwaltungsratsvorsitzender der Deutschen Welle, 1968-1989 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Hermann Höcherl (1912-1989)

1940-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1948-1949 Rechtsanwalt in Regensburg, 1949 Eintritt in die CSU, 1950-1951 Staatsanwalt in Deggendorf, 1951-1953 Amtsgerichtsrat in Regensburg, 1953-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1965 Bundesminister des Innern, 1965-1969 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1969-1972 stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und erneut stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Vermittlungsausschusses.

Peter Horn (1891-1967)

1925-1936 geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Verband katholischer kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands, 1928-1933 Leiter der politisch-parlamentarischen Verbindungsstelle des Verbandes in Berlin, seit 1937 Geschäftsführer der Barmer Ersatzkasse, Frankfurt/Main, 1946-1950 Stadtverordneter in Frankfurt/Main (CDU), 1947 Vorsitzender der CDU in Frankfurt/Main, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950 MdL Hessen, 1950-1965 MdB, dort ab 1953 Vorsitzender des Arbeitskreises IV - Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Gesundheit - der CDU/CSU-Fraktion.

Margot Kalinke (1909-1981)

1929-1939 Leiterin einer Fabrikniederlage in Goslar bzw. Hannover, 1939-1952 Bezirksgeschäftsführerin einer Angestelltenkrankenkasse in Hannover, zugleich Geschäftsführerin des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen in Hamburg und Bonn, vor 1933 ehrenamtliche Tätigkeit im Verband Weiblicher Angestellter (VWA) und nach dessen Wiedergründung 1949-1981 dessen Hauptausschussvorsitzende bzw. Bundesvorsitzende, 1947-1949 MdL Niedersachsen (DP), 1949-1953 und 1955-1972 MdB (DP, seit Sept. 1960 CDU), 1953-1974 Leiterin des sozialpolitischen Büros des Verbandes der privaten Krankenversicherungen, 1969-1971 Vorsitzende der Frauenvereinigung der CDU Niedersachsen.

Dr. Günter Klein (1900-1963)

1930-1931 Preußisches Ministerium des Innern, 1931-1933 Landrat des Kreises Dinslaken, 1933-1945 nach Amtsenthebung Angestellter im Versicherungswesen, 1947-1949 Vertreter Berlins im Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1953 und 1955-1961 Berliner Senator für Bundesangelegenheiten, 1955-1961 gleichzeitig Senator für Post und Fernmeldewesen, 1954-1961 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (SPD), 1961-1963 MdB.

Dr. Theodor Kleinknecht (1910-1995)

1937-1940 Bayerische Justizverwaltung, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947 Staatsanwalt beim Landgericht Nürnberg-Fürth, 1947-1954 beim Oberlandesgericht Nürnberg, 1954-1963 BMJ, dort 1954-1961 Leiter des Referates II 7, bzw. (ab 1957) II 9, (ab 1961) II 6, (ab 1962) II B 1 (zuständig vor allem für Sachliches Strafrecht, Strafgerichtsverfassung und Strafverfahren, strafverfahrensrechtliche Nebengesetze sowie ab 1959 für die Reform der Strafgesetzgebung: u. a. Entwurf des Einführungsgesetzes und der Vorschriften über das strafrechtliche Staatsschutzrecht, Reform im Bereich des Strafregisterrechts), 1963-1975 Generalstaatsanwalt bzw. Präsident der Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Nürnberg, 1968-1975 Honorarprofessor für Strafrecht und Strafverfahrensrecht an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Karl Heinrich Knappstein (1906-1989)

1937-1945 Schriftleiter der Frankfurter Societätsdruckerei, 1945-1948 Hessisches Ministerium für politische Befreiung, 1948-1950 Pressechef des Verwaltungsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950-1951 am Generalkonsulat in New York, 1951-1956 Generalkonsul in Chicago, 1956-1958 Botschafter in Madrid, 1958-1960 stellvertretender Staatssekretär im AA, 1960-1962 Beobachter der Bundesrepublik bei den Vereinten Nationen, 1962-1969 Botschafter in Washington.

Hans Clausen Korff (1905-2000)

1933-1940 Landesfinanzamt Schleswig-Holstein sowie Finanzämter Flensburg, Wismar, Schwerin, Hagenow und Berlin-Mitte, 1940-1945 Leiter der Abteilung Finanzen beim Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete, 1948 Oberfinanzpräsidium Schleswig-Holstein, 1948-1949 Ministerium für Finanzen und 1949-1950 Landeskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, 1950 Stellvertretender Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund, 1950-1969 BMF, dort 1950-1957 Leiter des Referats II A 2 (Bundeshaushalt: Einzelpläne 12 und 13, Haushalt der Verkehrsträger, Hilfsmaßnahmen für Handelsflotte, Beteiligung an Verkehrsmittelunternehmungen), 1957-1958 Leiter der Unterabteilung VI A (Finanzbeziehungen zu den internationalen Einrichtungen, zu den Ländern und Gemeinden, Wirtschafts- und Verkehrsangelegenheiten), 1958-1959 Leiter der Abteilung VI (Finanzbeziehungen zu den Ländern, Wirtschaftsförderung, Verteidigungslasten, Rechtsangelegenheiten u. a.), 1959-1969 Leiter der Abteilung II (Bundeshaushalt).

Prof. Dr. Hans Wilhelm Kötter (1911-1975)

Seit 1938 Rechtsanwalt, 1940-1945 Kriegsdienst, 1945-1949 Richter am Amtsgericht Erlangen, 1949-1950 am Oberlandesgericht Nürnberg, 1950-1967 BMWi, dort 1950-1956 im Rechtsreferat (II R, ab 1954: ZR) Referent für Bürgerliches Recht, Verfahrensrecht, Handelsrecht u. a., 1956-1967 Leiter des Rechtsreferats (ZR), 1967-1975 Professor für Bürgerliches Recht an der Universität Marburg.

Dr. Carl Krautwig (1904-1981)

1931-1939 Rechtsanwalt in Köln, 1939-1942 Kriegsdienst, 1942-1945 Heeresrichter, 1945-1948 Oberverwaltungsdirektor bei der Stadt Köln, 1948-1949 Verwaltungsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, dort Leiter der Direktorialkanzlei, 1949-1963 BMWi, dort bis 1953 Leiter der Abteilung Z (Verwaltung), 1953-1963 Leiter der Abteilung IV (Gewerbliche Wirtschaft), 1963-1968 Staatssekretär im BMG, daneben 1966-1969 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin.

Dr. Heinrich Krone (1895-1989)

1923-1933 stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Zentrumspartei und Vorsitzender des Reichsverbandes der Windthorstbunde, 1925-1933 MdR, 1934-1945 Mitbegründer und Geschäftsführer des Caritas-Notwerkes, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin und 1947-1951 Mitglied des Landesvorstandes der Berliner CDU, 1949-1969 MdB (CDU), dort 1951-1955 Geschäftsführer und 1955-1961 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1958-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1961-1964 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1964-1966 Bundesminister - Der Vorsitzende des Bundesverteidigungsrates bzw. (ab 1965) Bundesminister für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates.

Walter Kühlthau (1906-1978)

1926-1930 Institut für Konjunkturforschung in Essen, 1930-1954 Tätigkeit bei der IHK Essen, 1946-1954 Geschäftsführer der Zweigstelle Oberhausen, 1948-1952 Stadtverordneter in Oberhausen (CDU), 1952-1955 Bürgermeister, 1950-1954 und 1966-1975 MdL Nordrhein-Westfalen, 1953-1961 MdB, dort 1957-1961 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Inneres, 1955-1958 Stadtkämmerer in Wuppertal, 1958-1971 Vorstandsmitglied der Stadtwerke Wuppertal AG.

Hans Lenz (Trossingen) (1907-1968)

1936-1945 Leiter wissenschaftlicher Verlage in Breslau und (seit 1941) in Brünn, 1943-1945 Kriegsdienst, 1947-1950 stellvertretender Direktor des Staatlichen Hochschulinstituts für Musikerziehung und 1950-1961 Verwaltungsdirektor der Hohner-Stiftung in Trossingen, 1953-1967 MdB (FDP), dort 1957-1961 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1960-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender, 1961-1962 Bundesschatzminister, 1962-1965 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung.

Dr. Erich Mende (1916-1998)

1936-1945 Berufssoldat, 1945 Mitbegründer der FDP, 1950-1953 Dozent für Öffentliches Recht und Politische Wissenschaften an der Universität Köln, 1949-1980 MdB (FDP, 1970 CDU), dort 1949-1953 parlamentarischer Geschäftsführer, 1953-1957 stellvertretender und 1957-1963 Fraktionsvorsitzender, 1960-1968 Bundesvorsitzender der FDP, 1963-1966 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen und Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1967-1970 Deutschland-Manager der amerikanischen Investmentfirma IOS, 1970-1980 Tätigkeit als Wirtschaftsjurist für Bonn-Finanz/Deutscher Herold.

Dr. Reinhold Mercker (1903-1996)

1925-1945 im Reichspostdienst, 1947-1949 niedersächsischer Justizdienst, 1950-1951 niedersächsisches Justizministerium, 1951-1956 BMJ, dort Leiter des Referats IV 1 (Verfassungsrecht), 1956-1966 Bundeskanzleramt, dort 1956-1960 Leiter der Unterabteilung A (Referate 1, 3, 4, 5, 9 und 11: u. a. zuständig für Innerer Dienst, Personal sowie Angelegenheiten des BMI, BMJ, BMVtg, BMG, BMBR, BMFa, BMAt und des AA), 1960-1966 Leiter der Abteilung I (Referate mit Zuständigkeit u. a. für Innerer Dienst, Personal sowie Angelegenheiten des BMI, BMJ, BMVtg, BMG, BMBR, Bundespräsidialamt, Bundestag und Bundesrat), 1965-1966 auch Stellvertreter des Chefs des Bundeskanzleramts, 1966-1967 Staatssekretär im Bundesministerium für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates, 1967-1968 Staatssekretär (mit Sonderaufgabe) im BML.

Wolfgang Mersmann (1902-1973)

Seit 1930 in der Finanzverwaltung, 1948-1949 Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, dort stellvertretender Leiter der Abteilung III (Zölle, Finanzmonopole, Verbrauch-, Besitz- und Verkehrsteuern), 1949-1962 BMF, dort 1950-1962 Leiter der Abteilung IV (Besitz- und Verkehrsteuern), 1962-1970 Präsident des Bundesfinanzhofs.

Erich Ollenhauer (1901-1963)

1928-1933 Vorsitzender des Verbandes der Arbeiterjugend Deutschlands, 1933 Emigration, 1933-1945 Mitglied des (emigrierten) Parteivorstandes der SPD, 1946-1952 stellvertretender Vorsitzender der SPD, 1949-1963 MdB, dort 1949-1952 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1952-1963 Fraktionsvorsitzender, 1952-1963 Vorsitzender der SPD.

Will Rasner (1920-1971)

1939-1945 Kriegsdienst, 1946 stellvertretender Chefredakteur des „Flensburger Tageblatts", 1946-1953 Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Journalistenverbandes, 1953-1971 MdB (CDU), dort 1955-1971 Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion.

Dr. Carl Reinhard (1909-1992)

Nach Landwirtschaftslehre und Studium der Landwirtschaft 1934-1939 praktische Tätigkeit als Landwirt, 1939-1942 Kriegsdienst, 1943 Übernahme des väterlichen Bauernhofes, 1957-1972 MdB (CDU).

Walter Roemer (1902-1985)

1929-1945 Justizdienst, 1945-1950 Bayerisches Staatsministerium der Justiz, 1950-1968 BMJ, dort Leiter der Abteilung Öffentliches Recht.

Dr. Josef Schafheutle (1904-1973)

1932 Badisches Justizministerium, 1933-1945 Reichsjustizministerium, 1936-1941 Landgerichtsdirektor beim Landgericht Karlsruhe unter gleichzeitiger Weiterbeschäftigung im Reichsjustizministerium, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Finanzabteilung der Provinzialverwaltung Mark Brandenburg, Mitgründer der CDU Berlin, 1945-1946 Rechtsreferent in der Deutschen Zentralverwaltung der Finanzen in der Sowjetischen Zone, 1946-1950 in sowjetischer Haft im Lager Sachsenhausen, 1950-1951 BMJ, dort Leiter des Referates II 1 (Materielles Strafrecht; Straffreiheitsgesetze), 1951-1953 Generalstaatsanwalt in Freiburg, 1954-1967 erneut BMJ, dort Leiter der Abteilung II (Strafrecht und Verfahren).

Herbert Schneider (Bremerhaven) (1915-1995)

1937-1945 Offizier, seit 1947 Mitglied der Bremer Bürgerschaft (DP), 1951-1961 Landesvorsitzender der DP in Bremen, 1952-1953 Generalsekretär der DP, 1953-1961 und 1969-1972 MdB (1953-1961 DP, 1961 fraktionslos, 1969-1972 CDU), dort 1957-1960 Fraktionsvorsitzender der DP, 1958 stellvertretender, 1961-1962 Bundesvorsitzender der DP, 1962-1969 Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie.

Dr. Ludwig Schneider (Lollar) (1898-1978)

Seit 1928 Rechtsanwalt, 1949-1961 MdB (FDP, 1956 FVP, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1961 CDU), dort 1949-1956 Vorsitzender des Wahlprüfungsausschusses, 1953-1957 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1956-1957 Fraktionsvorsitzender der FVP bzw. DP/FVP.

Dr. Johannes Schornstein (1909-1976)

1937-1943 Reichswirtschaftsministerium, 1943-1945 Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, 1946-1947 Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1947-1949 Landesvertretung Nordrhein-Westfalen im Länderrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1950-1969 BMWo, dort bis 1952 im Sonderreferat „Ausbau Bonn und Bundeszone" Leiter des Referats 1 (u. a. Generalplanung und grundsätzliche Fragen der Wohnraumerfassung und Unterbringung), 1952-1956 Leiter der Abteilung III (Beamtenwohnungsfürsorge, Sonderbauprogramme, Bauwirtschaftliche Koordinierung der öffentlichen und privaten Baumaßnahmen im Bundesgebiet), 1957-1965 der Abteilung I (Wohnungs- und Siedlungswesen, Wohnungswirtschaft), 1966-1969 Staatssekretär.

Dr. Heinz Simon (1907-1983)

1937-1940 Vorsteher des Finanzamtes Landshut, 1940-1945 Oberfinanzdirektion Breslau, 1948-1951 Abteilungsleiter und stellvertretender Kurdirektor im Staatsbad Pyrmont, 1951-1954 Oberfinanzdirektion Münster, 1954-1966 BMFa, dort 1954-1956 Leiter des Referats 3 (u. a. zuständig für die Wahrung der Belange der Familie in der Steuer- und Wirtschaftspolitik, für Personal-, Beamten- und Tarifrecht, ab 1956 zudem für Familienlastenausgleich), 1957-1966 Leiter der Abteilung Familienfragen bzw. (ab 1962) der Abteilung II (Familienpolitik).

Josef Stingl (geb. 1919)

Vor 1938 in der katholischen Jugendbewegung im Sudetenland, 1938-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1952 Angestellter bei einer Wohnungsbaugesellschaft, zugleich 1949-1951 Studium an der Deutschen Hochschule für Politik, seit 1952 Referent für Sozialpolitik der IHK Berlin, 1953-1968 MdB (CDU), 1964-1969 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Oder-Neiße, 1968-1984 Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, seit 1974 in der CSU.

Detlef Struve (1903-1987)

Landwirt, 1941-1945 Kriegsdienst, 1946-1950 Landrat, seit 1950 Kreispräsident des Kreises Rendsburg, 1947-1969 Erster Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Bauernverbandes, seit 1948 Mitglied des Präsidiums des Deutschen Bauernverbandes, 1949-1972 MdB (CDU), dort 1957-1972 stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Prof. Dr. Friedrich Karl Vialon (1905-1990)

1929-1937 im Justizdienst, 1937-1942 und 1944-1945 Reichsfinanzministerium, 1942-1944 Leiter der Finanzabteilung beim Reichskommissariat Ostland in Riga, 1945-1950 in der Privatindustrie, 1950-1957 BMF, dort 1950-1952 Leiter des Referats II A 5 (Bundeshaushalt: Einzelpläne VI, VIII, XV, XXVI und ERP), 1952-1953 des Referats II A 9 (Finanzielle Verteidigungsfragen), 1953-1954 des Referats II A 1 (Generalreferat Bundeshaushalt, Einzelpläne 60 und 32), 1955-1957 Leiter der Unterabteilung II A, 1957 Leiter der Abteilung II (jeweils Bundeshaushalt), nach Ernennung Etzels zum BMF im Oktober 1957 einstweiliger Ruhestand, 1958-1962 Bundeskanzleramt, dort Leiter der u. a. für Wirtschaft, Landwirtschaft, Soziales und Verkehr zuständigen Abteilung II, 1962-1966 Staatssekretär im BMZ, ab 1963 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Meineids (keine Kenntnis von Vernichtungsaktionen gegen Juden in Riga während des Zweiten Weltkriegs), 1971 Hauptverhandlung vor dem Landgericht Koblenz und Freispruch.

Dr. Heinrich Vockel (1892-1968)

1922-1933 Generalsekretär der Deutschen Zentrumspartei, 1934-1945 Tätigkeit bei der Hertie Waren und Kaufhaus GmbH in Berlin, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin, 1950-1962 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin.

Dr. Renatus Weber (1908-1992)

1934-1946 Landgericht Hamburg, dort 1937-1946 Staatsanwalt, 1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1948 Richter beim Amtsgericht Hamburg, seit 1948 Rechtsanwalt in Hamburg, 1949-1954 und 1957-1959 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft (CDU), 1953-1957 Senator und Bevollmächtigter der Freien und Hansestadt Hamburg bei der Bundesregierung in Bonn, 1959 (März)-1967 BMBR, dort als Ministerialdirektor Vertreter des Ministers, 1967-1983 erneut Rechtsanwalt in Hamburg.

Herbert Wehner (1906-1990)

1927-1942 Mitglied der KPD, 1930-1931 MdL Sachsen, 1933-1935 illegale Tätigkeit für die KPD in Deutschland, ab 1935 Emigration und Mitglied des Zentralkomitees der Exil-KPD und der Komintern, 1937-1941 Aufenthalt in Moskau, 1941 im Auftrag der Komintern in Schweden, 1942-1944 dort Inhaftierung und Verurteilung zu einer einjährigen Haftstrafe, Ausschluss aus der KPD, 1944-1946 Tätigkeit als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in Schweden, 1946 Rückkehr nach Deutschland, Mitglied des Landesvorstandes der SPD in Hamburg, 1949-1983 MdB, dort 1949-1966 Vorsitzender des Ausschusses für gesamtdeutsche und Berliner Fragen, 1966-1969 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1958-1973 stellvertretender Parteivorsitzender, 1969-1983 Fraktionsvorsitzender.

Dr. Karl Zepf (1905-1977)

1932-1934 Oberfinanzpräsidium Stuttgart, 1934-1937 Oberfinanzpräsidium Breslau, 1937-1939 Hauptzollämter Pirna und Aussig, 1939-1945 Oberfinanzpräsidium Karlsruhe, 1946-1947 Kreiskämmerei Warendorf, 1947-1948 Oberfinanzpräsidium Köln, 1948-1950 Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1950-1968 BMF, dort 1951 Leiter des Referats III 13 (Geltender Zolltarif), 1952-1956 des Referats III B 4 (Wertzoll, Umsatzausgleichsteuer), 1956-1959 des Referats III B 4 (Wertzollrecht, Umsatzausgleichsteuer, Weinzollordnung), 1959-1968 Leiter der Abteilung III (Zölle, Verbrauchsteuern, Monopole).

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