2.12.5 (k1963k): E. Sowjetzone und Eishockey-Meisterschaft

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[E.] Sowjetzone und Eishockey-Meisterschaft

Das Kabinett billigt die vom Bundesminister des Innern veröffentlichte Erklärung, die sich mit der Haltung der Eishockeymannschaft der Bundesrepublik bei einem Siege der gegen sie in Stockholm antretenden Mannschaft der „DDR" befaßt 15.

Fußnoten

15

Von den Bearbeitern korrigiert aus „die sich über die Haltung ... verhält". - Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Stockholm stand am 16. März 1963 eine Begegnung der beiden deutschen Mannschaften auf dem Spielplan. Nach den Regeln des Internationalen Eishockeyverbandes hatte die Verlierermannschaft der Flagge und der Nationalhymne des Gewinners die Reverenz zu erweisen. Vorschläge des BMI, für die Mannschaft der Bundesrepublik, u.a. auch durch eine Teilnahmeabsage, eine solche Situation zu vermeiden, hatte der Deutsche Eishockeyverband abgelehnt. In einem Leitartikel vom 14. März 1963 (S. 1) hatte die „Welt" die Verantwortung für die mögliche Reverenzerweisung durch die westdeutschen Spieler dem BMI zugeschrieben. Dieser bekräftigte in seiner Erklärung, dass die Bundesregierung eine Ehrung von Flagge und Hymne der DDR nicht billigen könne. Für den Fall einer Niederlage sprach er die Erwartung aus, dass die Sportler der Bundesrepublik „sich für ihre staatsbürgerlichen Pflichten entscheiden werden". Text der Erklärung in B 136/5555, abgedruckt in Bulletin Nr. 49 vom 16. März 1963, S. 438. - Die Mannschaft der Bundesrepublik gewann das Spiel mit 4:3 Toren. Beim anschließenden Abspielen des Deutschlandliedes drehten die Spieler der DDR der Flagge der Bundesrepublik den Rücken zu. Vgl. die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 18. März 1963, S. 7.

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