2.29.5 (k1963k): E. Abrüstungsfragen

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[E.] Abrüstungsfragen

Der Bundeskanzler spricht einen Aufsatz an, den der Bundesminister der Verteidigung in der Zeitschrift „Wehrkunde" über Abrüstungsfragen veröffentlicht hat 8.

Hieran schließt sich eine Aussprache, an der sich der Bundeskanzler, die Bundesminister der Verteidigung, für das Post- und Fernmeldewesen und Staatssekretär Prof. Dr. Carstens beteiligen.

Abschließend bittet der Bundeskanzler den Bundesminister der Verteidigung, ihm in dieser Angelegenheit zusammen mit General Heusinger demnächst Vortrag zu halten 9.

Fußnoten

8

In dem unter dem Titel „Deutsche Sicherheitspolitik und atlantische Verteidigung" im Juli-Heft der „Wehrkunde" erschienenen Aufsatz hatte von Hassel die durch wirkungsvolle Abschreckung zu erreichende Sicherung der eigenen Existenz, nicht aber die Vernichtung fremder Existenz als Ziel der Militärpolitik definiert. Als ideale Form einer weittragenden Sicherheitspolitik sei jedoch nach Ansicht des Ministers eine allgemeine und kontrollierte Abrüstung anzusehen, unter der eine Beseitigung aller, nicht nur der nuklearen Mittel der Gewaltanwendung für politische Zwecke verstanden werden müsse. Unter diesen Prämissen bekannte sich von Hassel zur NATO-Strategie der „Vorwärts-Verteidigung", zur Integrität des Gebietes der NATO-Partnerstaaten und zur gemeinsamen Bereitstellung moderner Waffensysteme, damit auch zur Schaffung einer multilateralen NATO-Atomstreitmacht. An der völlig unveränderten expansiven politischen wie ideologischen Zielsetzung der Sowjetunion könne es aus seiner Sicht keinen Zweifel geben, ebenso wenig an der Verlässlichkeit der USA als unbestrittener Führungsmacht bei der Abwehr der Bedrohung.

9

Am 16. Aug. 1963 empfing Adenauer General Adolf Heusinger, den Vorsitzenden des Ständigen Militärausschusses der NATO, und Staatssekretär Hopf zu einem Gespräch. Vgl. den Tageskalender Adenauers in B 136/20690.

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